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Fernradweg

Deutsche Fachwerkstraße: Bleckede über Dannenberg nach Celle

Fernradweg · Lüneburger Heide
Verantwortlich für diesen Inhalt
Deutsche Fachwerkstraße Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Foto: Celle Tourismus und Marketing GmbH
m 100 50 200 150 100 50 km
Bleckede - Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" - Naturpak Elbhöhen Wendland - Salzwedel - Uelzen - Celle
Strecke 226,7 km
15:15 h
421 hm
395 hm
119 hm
8 hm
Profilbild von Laura Plugge
Autor
Laura Plugge
Aktualisierung: 13.08.2021
Höchster Punkt
119 m
Tiefster Punkt
8 m

Wegearten

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Koordinaten:
DD
53.291869, 10.733624
GMS
53°17'30.7"N 10°44'01.0"E
UTM
32U 615553 5906141
w3w 
///energie.dienst.lernen
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Wegbeschreibung

Die Strecke von Bleckede nach Hitzacker - Dannenberg - Lüchow führt durch das Biospärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" und den Naturpark Elbhöhen-Wendland.

Das Biospährenreservat "Niedersächsische Elbtalaue", als Teil des UNESCO-Biosphärenreservats erstreckt sich von Schnackenburg bis nach Lauenburg. Hier verlässt die Elbe Niedersachsen. In der Elbtalaue wurden rund 250 verschiedene Vogelarten beobachtet. Mehr als 1.300 Pflanzenarten und über 50 nachgewiesene Fischarten finden hier einen sicheren Lebensraum.

Im Naturpark Elbhöhen-Wendland sind die Rundlingsdörfer mit ihren sehenswerten Fachwerkhäusern und eine vielseitige, häufig ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft vorzufinden. Die Elbhöhen, der Göhrde-Drawehn-Höhenzug und die Nemitzer Heide laden zum Wandern ein, in stillen Naturschutzgebieten lassen sich mühelos vielerlei Pflanzen und Tiere entdecken und überall lässt es sich herrlich durch eine wunderschöne, vielseitige Landschaft von Dorf zu Dorf radeln. Weder im Naturpark selbst, noch im direkt angrenzenden Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue wird der Ruhe suchende Gast durch Industrieansiedlungen, Großstadthektik oder Autobahnen gestört. Natur, Kultur und Mensch bilden hier noch eine harmonische Einheit.

In Bleckede sollte auf jeden Fall auch das Biosphaerium Elbtalaue besichtigt werden. Hier sind Biber und Fische live zu sehen. Außerdem bietet das Informationszentrum für das Biospärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" eine interaktive Ausstellung und spannende Umweltbildungsprogramme für Groß und Klein. 

Da nächste Ziel ist Alt Garge. Wie wäre es einmal zwischendurch mit der Fahrrad-Draisine durch die Elbtalaue zu fahren? Die Radtour auf Schienen führt Sie von Alt Garge durch Wiesen und Wälder, vorbei an Fischteichen und Getreidefeldern nach Bleckede und zurück.

Von Alt Garge nach Ventschau kommen Sie bei Barskamp durch den Schieringer Forst. Sehenswert sind die Großsteingräber. Diese mächtigen Hünenbetten aus der Jungsteinzeit wurden aus Findlingen zusammengefügt. In der Nähe kann man auch einen stark bewachsenen Grabhügel - den Opferberg - entdecken.

Der Riesenfindling bei Ventschau ist ein Mtbringsel der mächtigen Gletschermassen, die sich während der Saale-Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren über das Land geschoben haben.

Fahren Sie weiter nach Neu Darchau. Die Autofähre Darchau - Neu Darchau fährt regelmäßig und verbindet die beiden Elbufer miteinander. Am Anleger besteht die Möglichkeit. auf einem Floss die Flusslandschaft Elbe vom Wasser aus zu erleben. Bei Neu Darchau erreicht der Kateminer Mühlenbach die Elbe. Die Wassermühle wurde 1330 erstmals erwähnt und ist heute eine der wenigen Mühlen in der Region, die noch in Betrieb ist.

Die Klötzie bezeichnet den nördlichen Bereich der eiszeitlichen Altmoränenlandschaft des Drawehn, der als Steilhang an der Elbtalaue endet. Zwischen dem Weinberg in Hitzacker (Elbe) und Drethem bildet die Steilkante viele natürliche Aussichtspunkte. Größtenteils pfadige Wege führen an der Steilkante entlang bis oberhalb der Tießauer Sandgrube auf den Osterberg. Die tiefgelegenen Wiesen bei Tießau bilden mit ihrer hochwasserbeeinflussten Tier- und Pflanzenwelt einen markanten Abschnitt auf dem Weg.

Die Radtour führt durch kleine Schiffer- und Fischerdörfer an der Elbe weiter nach Hitzacker. Klein Kühren, Schutschur und Glienitz sind soche typischen Schiffer- und Fischerdörfer. Die Steilhänge der Elbhöhen eine bis 80 Meter hohe Geestkante - waren als Flächen für die Landwirtschaft unwirtschaftlich und daher uninteressant für die Dorfbewohner.

Hiltzacker ist ein Kneippkurort mit historischer Fachwerk-Innenstadt, umarmt von Jeetzel und Yachthafen: Fachwerkgassen, Altes Zollhaus, Archäologischen Zentrum, Weinberg, St. Johanniskirche und die weite Landschaft am großen Elbe-Strom zeichnen die Stadt aus. Von hier aus werden Ausflugsschifffahrten durch das Urstromtal Elbe angeboten. Fähren bringen Radler und Wanderer von hüben nach drüben.

Durch die Dannenberger Marsch für die Route weiter nach Dannenberg an der Elbe. Marsch wird das offene, flache Land genannt, das der Elbstrom über die Jahrtausende durch seine Überschwemmungen geschaffen hat. Auf den fruchtbaren Wiesen und Feldern der Dannenberger Marsche ist der Tisch für verschiedene Vögel reich gedeckt. In den Tümpeln, Teichen und Seen fühlen sich zahlreiche Amphibienarten  heimisch. Die Wiesen dienen auch als Rastplatz für viele Zugvögel auf deren Weg.

Das Wahrzeichen der Fachwerkstadt Dannenberg sind die St. Johannis-Kriche und der runde Waldemarturm mit dem Heimatmuseum. Gemütliche Cafés und kleine Lädchen laden auf einen Bummel ein.

Das Naturschutzgebiet "Die Lucie" - östlich von Jameln - ist ein entwässerter, ehemaliger Bruchwald in der Jeetzelniederung. Das Gebiet wird auch "Stille Lucie" genannt. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn das rund 1.800 Hektar große Waldgebiet zeichnet sich unter anderem durch seine Ruhe aus. Hier stehen historische Bestände, die vom Land Niedersachsen als Naturwirtschaftswald und als lichter Wald auf grundwassernahen Standorten bewirtschaftet werden. Unter Schutz steht das Gebiet schon seit über 60 Jahren. Die Ausweisung erfolgte im Jahr 1951, nachdem man Brutvorkommen des Kranichs entdeckt hatte.

Sehenswert im weiteren Verlauf der Strecke nach Lüchow sind die Rundlingsdörfer im Wendland. Breese im Bruche, Jameln, Jeetzel, Satemin, Lübeln.  In dieser Dorfform sind niederdeutsche Hallenhäuser um den Dorfplatz gruppiert. Am besten erhalten und liebevoll gepflegt sind die Rundlinge im Hannoverschen Wendland. Die Dörfer liegen mit drei bis zehn Hofstellen und häufig nur einem Zufahrtsweg abseits der großen Verkehrswege in den Wiesenlandschaften.  

In Lüchow, einer weiteren sehenswerten Fachwerkstadt der Deutschen Fachwerkstraße, sollte auf jeden Fall auch ein Stopp gemacht werden. Die Kreisstadt wurde 1811 durch einen Brand fast vollständig zerstört. Im Amtsturm ist das Heimatmuseum untergebracht, das die Siedlungsgeschichte der Kreisstadt eindrucksvoll dokumentiert. Von der Plattform des Turms hat man einen herrlichen Rundblick über die Stadt und die umliegende Landschaft.

Für einen weiteren Stopp bietet sich Wustrow an. Wechselnde Sonderausstellungen zur Zeitgeschichte Lüchow- Dannenbergs werden im Museum Wustrow gezeigt. Sehenswert sind auf jeden Fall die Dauerausstellungen DDR-Supermarkt "Konsum" und "Colonialwarenladen". Der Kolonialwarenladen im Museum Wustrow stammt aus Bergen an der Dumme.

Bevor man nach Salzwedel kommt, finden sich östlich von Wustrow noch die Sandgruben des Öring. Hier gibt es zwischen ackerbaulich intensiv genutzten Flächen eine große Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten. Das Gebiet wird geprägt durch große, offene Sandflächen, wie sie zum Beispiel der Flussregenpfeifer zum Brüten braucht, sowie durch Magerrasen, Ackerbrachen, Gebüsche und Kleingewässer. 

Salzwedel ist geprägt durch mittelalterliche Architektur im Stadtkern mit Fachwerk aus mehreren Jahrhunderten. In der über 750 Jahr alten Stadt kreuzen sich die Deutsche Fachwerkstraße und die Straße der Romanik. Sachsen-Anhalts einziges Stipendiatenhaus ist hier ebenso zu finden, wie die Konzert- und Ausstellungshalle Mönchskirche. Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist der Salzwedeler Baumkuchen, der seit über 150 Jahren hier gebacken wird. In zahlreichen Schaubäckereien kann man die Entstehung des süßen Naschwerkes verfolgen.

Die Strecke von Salzwedel nach Uelzen ist noch nicht mit einem eigenen Routenlogo beschildert. Dennoch lohnt es sich, den Weg von Salzwedel nach Uelzen zu befahren.

Die Route verknüpft die Altmark mit der nördlichen Lüneburger Heide und folgt damit dem Weg, der Ende des 19. Jahrhunderts von Millionen Auswanderern zurückgelegt wurde, die ihr Glück im fernen Amerika suchten. Duchr die 1873 in Betrieb genommene Bahnsterecke zwischen Berlin und Bremerhaven entstand seinerzeit die Bezeichnung "Amerkika-Linie" . Die Tour führt ab Salzwedel, durchläuft die altmärkische Schweiz und führt weiter nach Uelzen. Die Altmark selbst zeichnet sich aus durch alte Hansestädte - dazu gehört auch Salzwedel - liebenswerte Dörfer, romanischen Feldkirchen und vielen Baudenkmälern. Die 1000jährige Tradition der Altmark spürt man überall.

Die dörflichen Strukturen haben sich rund um Salzwedel erhalten. Die Feldsteinkirchen waren Mittelpunkt des dörflichen  Lebens. In der Altmark sind neben Haufendörfern die Straßendörfer vorherrschend. Die früher oft mit "Katenköpfen" - eine Bezeichnung für Feldsteine - gepflasterte Straße - wird gesäumt von Linden, Eichen,  Rotdorn oder Dopfweiden. Zur Straße steht im Fachwerkstil das Torhaus mit der Durchfahrt für die Fuhrwerke. Der Hof wird von Ställen und Scheunen begrenzt. Das Wohnhaus befindet sich der Einfahrt gegenüber. Die Fachwerkbalken sind mit Inschriften versehen, die Auskunft geben über die Famiilien und deren Gottesfurcht. Diese "Vierseithöfe" kann man noch überall in den Dörfern finden. Ein besonders schönes Beispiel ist ein Hof in Klein Gerstedt.

Von Uelzen führt die gut ausgeschilderte Fahrtroute über Holdenstedt, Holxen, Suderburg nach Hösseringen.

Zeit sollten Sie sich in Hösseringen für einen Besuch des "Landwirtschaftsmuseums Hösseringen" nehmen, das seit 1975 besteht. Umgeben von ausgedehnten Waldungen wurden afu einem etwa 10ha großen Areal ein regionaltypisches Haufendorf und eine Einzelhofstelle errichtet. Zudem wurde ein passendes Landschaftsbild entwickelt, wie es seit dem Mittelalter für die Lüneburger Heide charakteristisch war. Inzwischen wurden 26 typische Bauten der Lüneburer Heide hierher umgesetzt. In den eingerichteten Gebäuden wird das ländliche Wohnen und Areiten der Heideregion aus der Zeit von 1600 bis 1950 dargestellt. Hausgärten und ein Teich bereichern das Dorfbild. 

Als weitere Elemente der historischen Kulturlandschaft sind kleinere Ackerflächen mit alten Kulturpflanzen wie Buchweizen, Flachs, Roggen, Süßkartoffeln, Kartoffeln und Rüben zu sehen. Ehemals weit verbreitete Handwerke und Tätigkeiten wie Imkerei, Schafhaltung, Spinnen, Weben und Schmieden sind in Ausstellungen dargestellt. Eine Sägerei und Stellmacherei vermitteln weitere Einblicke in ländliche Arbeitsfelder. An besonderen Aktionstagen zeigen fachkundige Personen, die heute noch die verschiedenen Handwerke beherrschen, ihr Können.

Der Route führt dann weiter von Hösseringen durch den Lüßwald nach Unterlüß, im Naturpark Südheide. Der Naturpark besteht seit 1964 und erstreckt sich auf ca 480 km2 über den Nordosten des Landkreises Celle. Das Gebiet ist als Landschaftschutzgebiet Südheide geschützt. Außerdem befinden sich hier mehrere Naturschutzgebiete und flächen des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000.

In Unterlüß fahren Sie links auf dem Hermannsburger Weg bis Lutterloh weiter, biege dort in den Raakamper Weg ein und folgen dem Radweg bis an den Ortsrand von Weesen.

Nehmen Sie die Richtung Tiefental / Hermannsburg. Ein kleiner Abstecher ins Tiefental mit seinen weiten Heideflächen lohnt auf jeden Fall.

In Hermannsburg biegen Sie in den Schlüpker Weg ein und folgend diesem an der Örtze entlang bis Oldendorf.

Die Örtze fließt innerhalb eine breiten Talraumes, der gegen Ende der Saaleeiszeit durch Schmelzwasser in die sandig-kiesigen Gletscherablagerungen eingetieft wurde. Das Quellgebiet der Örtze besteht aus mehreren Quellsümpfen auf dem Gelände des Truppenüburngsplatzes Munster - Nord. Das Gewässer fließt in südliche Richtung und mündet östlich von Winsen in die Aller.

Aufgrund des gleichbleibend kühlen Wassers handelt es sich bei der Örtze um einen so genannten sommerkalten Heidefluss. Der starke Zustrom von Grundwasser ist die Ursache für diess Phänomen.

Das Flusssystem der Örtze ist aufgrund seiner hohen ökologischen bedeutung heute Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystemes Natura 2000.

Durch alte, tüyische Heidedörfer gelangen Sie weiter an der Örtze entlang bis Wolthausen, folgen dem Radweg links weiter und gelangen über Hustedt nach Groß Hehlen. Von dort folgen Sie der Ausschiilderung weiter in die Innenstadt von Celle.

Hinweis


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Koordinaten

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53.291869, 10.733624
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