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Start Touren Das Highlight im Ordesa-Tal: durch die Faja de las Flores
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Wanderungempfohlene Tour

Das Highlight im Ordesa-Tal: durch die Faja de las Flores

· 2 Bewertungen · Wanderung · Spanien
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Ulli Gunde 
  • Ein Kessel aus Fels. Und den soll man erwandern können?!
    / Ein Kessel aus Fels. Und den soll man erwandern können?!
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Blick zum Tozal del Mallo - von hier sieht er so klein aus!
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Die Abbruchkante am Hochplateau, wo der Bach einige hundert Meter in die Tiefe stürzt. Wir wandern und klettern etwas rechts davon.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Ein wunderschönes Hochplateau.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Tozal del Mallo von unten gesehen.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Sonnenaufgang vom Tozal del Mallo gesehen.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Blick vom Tozal del Mallo.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Am Einstieg der Faja de las Flores.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / In der Faja.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / In der Faja de las Flores.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Blick aus der Faja de las Flores über das Ordesa-Tal.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
  • / Luftige Querung.
    Foto: Erika Spengler, Outdooractive Redaktion
m 2500 2000 1500 1000 16 14 12 10 8 6 4 2 km Faja de las Flores Tozal del Mallo
Phänomenale Aussicht, kühne Wegwahl, rauschender Tiefblick und Abwechslung pur: Der Weg durch die Faja de las Flores ist garantiert ein Highlight eines jeden Urlaubs!
schwer
Strecke 16,3 km
9:00 h
2.913 hm
2.913 hm
2.463 hm
1.342 hm
Wer diese Tour unternimmt, startet sicherheitshalber etwas früher und hat zu Beginn der Tour die Möglichkeit, ganz langsam aufzuwachen, denn es geht zunächst auf einfachen Pfaden gemütlich durch den Wald nach oben. Nach der Baumgrenze findet man sich selbst in einem imposanten, einschüchternden Kessel wieder, man ist von riesigen Felswänden nahezu umgeben und fragt sich in diesem Moment durchaus, ob es sich hier nicht eher um ein Kletterabenteuer statt einer Wanderung handelt. Doch der Weg führt entlang von Bändern und mit sehr leichter Kletterei auf das nächste Band. Ein erstes Highlight, denn dass es so leicht sein würde, damit rechnet man nicht! Wer Lust hat, kann hier einen Abstecher auf den Tozal del Mallo machen - einem Felszacken, der von unten absolut unwanderbar aussieht. Aber auch hier gestaltet sich die Ersteigung völlig problemlos - Schwindelfreheit vorausgesetzt. Weiter geht es meist durch alte Schneefelder und Geröll zum eigentlichen Einstieg der Faja. Aber was ist eine Faja überhaupt? Dabei handelt es sich um Gesimsbänder, die mitten im Fels völlig unschwierig verlaufen. Sie sind grasbewachsen und meist mehrere Meter breit. So ist es möglich, mitten in der vertikalen Felswand gemütlich zu Wandern und die Umgebung (nahezu) aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Unvergesslich! Haben bis hier her noch Steinmännchen den Weg gewiesen, folgen wir nun einfach dem Gesims. Nach ein bis zwei Stunden haben wir dieses Highlight der Tour hinter uns und umrunden mit Hilfe eines ausgetretenen Pfades den Berg. Bald gelangen wir in eine Karstlandschaft, die für uns einen wichtigen Punkt markiert: Wir halten konzentriert Ausschau nach den Steinmännchen und steigen durch kurze Rinnen einige Höhenmeter hinab. Hier den richtigen Weg zu finden ist etwas knifflig, aber es lohnt sich, nicht einfach irgendwo hinunterzusteigen. Ziel ist das Hochtal etwas unterhalb. Ein malerischer Bach durchquert die Gegend und stürzt am Rand viele hundert Meter den Berg hinab. Genau dort hin müssen wir. An der (in Fließrichtung) rechten Seite führt ein schmaler Pfad hinab und erwartet den Wanderer mit einer - für manche - unschönen Überraschung: Eine Querung im vertikalen Fels, maximal ausgesetzt und nur durch ein loses Stahlseil und einige Stahlstifte entschärft. Wer an diesem Punkt ein Problem mit der Höhenangst bekommt, hat schlechte Karten! Nach wenigen Metern ist diese erste Hürde geschafft, aber noch ist es noch nicht vorbei: Anschließend muss ein - häufig komplett nasser - Kamin abgeklettert werden, die Stahlstifte sind für kleine Leute unangenehm weit auseinander. Kombiniert mit der Exponiertheit dieses Schachtes ein kleines Abenteuer! Von nun an wird der Pfad jedoch langsam immer flacher und führt anschließend auf vielen Serpentinen durch den Wald und zurück auf den rollstuhlgerechten Tal-Wanderweg und bald auch zurück zum Auto. Wer hier ankommt, hat einen phänomenalen Tag hinter sich, der in seinem Abwechslungsreichtum nur schwer zu toppen ist! Unvergesslich!

Autorentipp

Wer sich dieser Herausforderung grundsätzlich gewachsen fühlt, sollte diese Tour keinesfalls auslassen! Eine absolute Traumtour!
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.463 m
Tiefster Punkt
1.342 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Clavijas de Cotatuero (ungesicherte Querung im vertikalen Fels) erfordert absolute Schwindelfreiheit, ebenso die Faja an sich. Auch die Kletterei zu Beginn auf den Rincón de Salarons sowie die Querung zum Tozal del Mallo wird besser ohne Höhenangst unternommen. Zahlreiche kleine Wasserfälle sowie wenige Bäche sorgen für frisches Wasser, trotzdem sollte - speziell im Sommer - genug mitgenommen werden, es wird ggf. sehr heiß. Unbedingt vor Beginn der Tour bei den Parkwächtern nach den Bedingungen fragen - bei Eis oder Schneefeldern ist von dieser Tour ohne passende Ausrüstung dringend abzuraten!

Wer die Clavijas de Cotatuero entschärfen will, muss sowohl Klettersteigset als auch ein kurzes Seil mitnehmen, da im Kamin selbst kein Stahlseil vorhanden ist.

Weitere Infos und Links

ulligunde.com

Start

Parkplatz im Valle de Ordesa. (1.342 m)
Koordinaten:
DD
42.649521, -0.060579
GMS
42°38'58.3"N 0°03'38.1"W
UTM
30T 740953 4726085
w3w 
///ehrungen.beleben.verschwörer

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus wandern wir etwa einen Kilometer zurück auf der Zufahrtsstraße und biegen anschließend unverkennbar rechts auf einen markierten Pfad (Circo de Carriata/Tozal del Mallo). Wir folgen dem Waldpfad bergauf und haben an einem Holzschild anschließend die Wahl: Entweder durch die Clavijas de Carriata, einer unversicherten direkten Stahlstift-Leiter oder auf einem etwas weniger ausgesetzten Pfad ohne Metall.  

Zu den Clavijas gelangt man, wenn man den Steinmarkierungen kletternd folgt und sich an der nächsten Gabelung rechts hält. Im Folgenden erleichtern Eisenstifte das Erklettern der Felsscharte deutlich und wir finden uns nach weiterem Gekraxel oben auf dem Rincón de Salarons, einem weiteren großen Grasband auf 2200m.

Wer den Eisenweg umgehen möchte, hält sich am Holzsschild rechts und folgt dem breiten Gesimsband, das einen Felsvorsprung komplett umrundet. Anschließend geht es mit leichter Kletterei (Steinmännchen) durch Stein und Gras nach oben auf den Rincón de Salarons, wo beide Wege wieder aufeinandertreffen.

Auf dem Rincón de Salarons kann man entweder noch einen Abstecher zum  - von hier aus gesehen - leichten Tozal de Mallo mit seiner atemberaubenden Rundumsicht starten oder aber direkt zur Faja de las Flores aufsteigen. Hierzu folgen wir markanten Steinmännchen durch Wiese, Geröll und Schnee und finden uns nach leichter Kletterei am Einstieg zum Gesimsband. Ein großer Felsbrocken, der an der Wand lehnt, ist die Bestätigung, dass man richtig ist. Wir folgen den ausladenden Felsbuchten, genießen die ständig wechselnden Perspektiven und gelangen anschließend auf einen Vorsprung mit einem großen Stein - eine herrliche Möglichkeit, hier Rast zu machen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Von hier sieht man bereits das nächste Ziel: ein von einem Bach durchzogenes Hochtal deutlich unterhalb von uns. Wir folgen dem Pfad weiter und erreichen eine ausgedehnte Karstfläche. Ab hier ist Spürsinn gefragt, denn es gibt zahlreiche Steinmännchen, die nicht alle die richtige Richtung weisen. Man wandert noch wenige Minuten im Karstgebiet und biegt dann rechts ab, um in einer Felsscharte absteigen zu können. Selbst wer hier den Weg kurz verliert, sollte sein nächstes Ziel im Blick halten: Die Abbruchkante des Hochplateaus, wo der Bach unvermittelt in die Tiefe stürzt. Unser Weg führt rechts davon hinab. Über die ausgesetzte Clavijas de Cotatuero geht es mit etwas Adrenalin im Blut hinab. Der weitere Wegverlauf durch den Wald ist selbsterklärend.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Mit dem Auto nach Ordesa und weiter ins bestens ausgeschilderte "Valle de Ordesa".

Parken

Riesiger Parkplatz am Ende der Zufahrtsstraße. Camping verboten (wird kontrolliert).

Koordinaten

DD
42.649521, -0.060579
GMS
42°38'58.3"N 0°03'38.1"W
UTM
30T 740953 4726085
w3w 
///ehrungen.beleben.verschwörer
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Wanderschuhe, Wasser, Sonnenschutz.

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Bewertungen

5,0
(2)
Ulli Gunde 
21.07.2019 · Community
Dreitausend Höhenmeter! Na, da spielt wohl Outdooractive mal wieder verrückt. Die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt sind rund 1.000 - deine Schätzung @Johannes dürfte also richtig sein.
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Johannes Brendli
19.07.2019 · Community
Haben es gerade gemacht - ziemlich geil. Wichtig (weil es uns doch ziemlich abgeschreckt hat): es sind keine 3.000 Höhenmeter wie hier angegeben. Ich habe zwar keinen Tracker mitlaufen lassen, aber spanische Seiten sprechen von gut 1.000 HM und das kommt gefühlsmäßig ganz gut hin. Ist also locker an einem Tag zu schaffen. Am knackigsten war für uns der Abstieg (u.a. auch wegen nicht immer ganz klaren wegen trotz GPX). Die Zufahrt zum Parkplatz am Start der Tour war für Privatautos gesperrt, nur die Busse dürfen hoch (was Sinn macht und auch problemlos läuft). Generell sehr zu empfehlen. Danke für's Teilen.
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Matze Clauss
30.09.2018 · Community
Es gibt diese Touren, an die man sich ewig erinnert - mag auch am Wetter liegen aber die Tour ist ein Sahnestückchen! Schwindelfrei sollte man sein. Das Gekraxel ist einfach und teilweise gesichert mit Stiften und Drahtseil - supi Tour - Gracias
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Gemacht am 30.09.2018
Foto: Matze Clauss, Community
Foto: Matze Clauss, Community
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Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
16,3 km
Dauer
9:00 h
Aufstieg
2.913 hm
Abstieg
2.913 hm
Höchster Punkt
2.463 hm
Tiefster Punkt
1.342 hm
aussichtsreich Geheimtipp Gipfel-Tour

Statistik

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Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
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