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Bergtour empfohlene Tour

Bruderkogel über Zinkenkogel und Geißrinksee

· 1 Bewertung · Bergtour · Rottenmanner und Wölzer Tauern
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Alpenverein-Gebirgsverein Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Blick von der Pölsenhube zum Perwurzgupf
    Blick von der Pölsenhube zum Perwurzgupf
    Foto: Wolfgang Drexler, Alpenverein-Gebirgsverein
m 2500 2000 1500 1000 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Bruderkogel 2299 m Zinkenkogel (2.233 m) Forsthaus 1229 m Perwurzgupf 2082m Forsthaus 1229 m
Eine lange Rundtour aus dem Tal des Pölsbaches heraus, die vorbei am malerischen Geißrinksee über den weiten, weglosen Höhenzug vom Zinkenkogel zum Bruderkogel führt: Niedere Tauern pur - und ein Hauch von Norwegen am See!
schwer
Strecke 20,9 km
10:00 h
1.573 hm
1.573 hm
2.290 hm
1.225 hm

Auf dieser etwas abenteuerlichen Tour kann man das Paradox erleben, dass markierte Wege manchmal schwerer zu finden sind als unmarkierte Routen. Sowohl der Aufstieg über den Geißrinksee auf den Perwurzpolster als auch der Abstieg vom Bruderkogel zurück zum Forsthaus Pölsen gelten zwar eigentlich als markiert, verlangen dem Wanderer aber einiges an Orientierungssinn ab. Die weglose Verbindung vom Zinkenkogel zum Bruderkogel hingegen ist so offensichtlich, dass man sich bei guter Sicht dort nicht verirren kann. Die einzige Frage, die sich hin und wieder stellt, lautet: „Umgehung oder nicht?“ – und ihre Antwort ist eher Geschmacksache.

Bemerkenswert ist die nähere Umgebung des Geißrinksees, weil sie in vieler Hinsicht an Landschaften in Norwegen erinnert. Auch Wollgras ist dementsprechend dort anzutreffen.

Der lange Höhenzug zwischen Zinkenkogel und Bruderkogel mit seinen vielen kleinen Rücken und darunterliegenden Karen ist hingegen typisch für die Niederen Tauern - ebenso wie auch das Panorama ringsum. Dieser Abschnitt ist de facto auch nicht völlig weglos, denn oft führt eine deutliche Wildfährte am Kamm entlang, die hier vor allem auf regen Hirsch-Wildwechsel zurückgehen dürfte. Anfang September, wenn sich die Platzhirsche an ihren jeweils angestammten Positionen unten in den lichten Wäldern der Kare deutlich hörbar in Position bringen, kann man am Kamm manchmal großen Gruppen weiblicher Hirsche begegnen, die sich noch gar nicht beeindruckt zeigen von der beginnenden Hirschbrunft…

Autorentipp

Wenn man den Aufstieg auf den Bruderkogel kennt, dann lässt sich diese Runde durchaus auch umdrehen. Die Gehrichtung ist in hohem Maße eine Frage der subjektiven Präferenz.
Profilbild von Wolfgang Drexler
Autor
Wolfgang Drexler
Aktualisierung: 15.11.2022
Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.290 m
Tiefster Punkt
1.225 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Schotterweg 16,37%Naturweg 27,14%Pfad 27,55%Unbekannt 28,92%
Schotterweg
3,4 km
Naturweg
5,7 km
Pfad
5,8 km
Unbekannt
6,1 km
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Einkehrmöglichkeiten

Hotel Passhöhe

Sicherheitshinweise

Diese Tour weist keine besonderen Sicherheitsrisiken auf. Ausreichend Orientierungs- und Wegfindungssinn sind allerdings erforderlich, ein Navi oder eine Handy-App können dabei sehr hilfreich sein.

Weitere Infos und Links

Dem Bruderkogel gegenüber liegen nicht weit im Osten der Geierkogel und Sonntagskogel, die ebenfalls ein lohnendes Tourenziel darstellen.

Start

Parkplatz an der Zufahrt zum Forsthaus Pölsen (1.253 m)
Koordinaten:
DD
47.412446, 14.461846
GMS
47°24'44.8"N 14°27'42.6"E
UTM
33T 459402 5251139
w3w 
///ampeln.kiefern.ergebnis
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Ziel

Parkplatz an der Zufahrt zum Forsthaus Pölsen

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus wandert man am Fahrweg zum Forsthaus Pölsen und weiter taleinwärts in Richtung Pölsenhube. Bei der Lippbaueralm geht es auf einem Ziehweg geradeaus weiter. Bald überquert der Weg den Bach und führt westlich davon über eine große Wiese bergauf, bis man hoch oben am Waldrand ein altes Hinweisschild entdeckt. Hier macht der Weg eine scharfe Biegung nach links und zieht nach Westen in Richtung Pölskar bergauf. Nach ca. 500 Metern erreicht man eine stark erodierte Wasserrinne. Hier verlässt die (ehemalige) Markierung den Ziehweg und zweigt in spitzem Winkel bergauf nach rechts ab. Diese Abzweigung ist mit einem großen Steinmann gekennzeichnet, der anschließende Pfad ist allerdings eher undeutlich. Er führt zunächst schräg nach rechts zwischen Erlen bergauf und wendet sich dann ein kurzes Stück lang steil bergwärts und in kleinen Stufen direkt gegen den Hang. Etwas höher hat man die spärlichen Reste eines alten Karrenweges erreicht, der nun wieder schräg nach rechts oben und hinter einer Geländerippe an einem Hochsitz vorbei führt, der direkt neben dem Pfad und nahe bei einem tief eingeschnittenen Wasserlauf steht. Schräg bergwärts führt der Steig vom Hochsitz weiter auf ein kleines Grasplateau, das nach rechts hin offen ist. Hier verlässt man den Aufstieg, um zunächst eben nach rechts und dann einige Höhenmeter bergab das Ufer des Geißrinksees zu erreichen.

Vom Geißrinksee aus geht man ein kurzes Stück zurück und steigt dann über eine steile Trockenwiese direkt nach oben, wo man wieder auf die Aufstiegsspur trifft. Anschließend ist es wichtig, nicht nach rechts weiterzugehen, sondern gerade aus bzw. leicht nach links (Westen) bis auf den Sattel nach oben, wo man auf Hinweistafeln sowie die markierte Route vom Kleinen Bösenstein trifft. Damit hat man den Perwurzpolster erreicht.

Am Sattel wendet man sich nach Westen und folgt der Markierung auf den Zinkenkogel, die den Perwurzgupf nördlich umgeht. Bald danach ist das Gipfelkreuz des Zinkenkogels erreicht.

Vom Zinkenkogel aus steigt man weglos auf einem Rücken direkt nach Süden zu einem breiten Sattel ab, der nach Osten hin steil ins Pölskar abbricht. Im Sattel beginnen Steigspuren, die an der Abbruchkante entlang bzw. leicht rechts (westlich) davon auf die nächste Erhebung hinaufführen, wobei eine felsige Passage im obersten Teil rechts umgangen wird. Später steigt man steil nach links oben zu einer Vermessungsstange am Gipfel des Steinwandkogels auf, wo man eine sehr schöne Aussicht hat.

Anschließend geht es direkt nach Osten auf einem deutlich sichtbaren Pfad bergab, wo bald ein alter Karrenweg erreicht wird, dem man nach rechts (Süden) zurück auf den Bergrücken und weiter hinunter zum nächsten Sattel folgt. Der weitere Verlauf des Karrenweges hinunter ins Kar der Schüttneralm ist deutlich in der Landschaft zu erkennen.

Man folgt jedoch nicht diesem Karrenweg, sondern bleibt am Rücken und geht auf ihm nach Süden weiter, bis deutliche Pfadspuren und eine Markierungsstange schräg nach rechts in eine Hangquerung an der Westseite führen. Leicht ansteigend folgt man der Querung so lange, bis man links oben weitere Stangen und anschließend drei große Steinpyramiden direkt am Rücken entdeckt, zu denen man hochsteigt. Man hat hiermit den nach Osten weit ausragenden Schüttnerkogel umgangen.

Von den Steinpyramiden aus steigt man in südlicher Richtung in den nächsten Sattel ab und bleibt anschließend direkt am Kamm, da sich eine Hangquerung beim letzten Vorgipfel nicht auszahlt. Man überschreitet eine felsige Kuppe und steigt am Kamm wieder ab, um am letzten Sattel vor dem Aufschwung zum Gipfel des Bruderkogels zu stehen, den man nun eher rechts (westlich) in Angriff nimmt, bis man oben am höchsten Punkt angelangt ist und das Gipfelkreuz vor sich hat.

Beim Abstieg vom Bruderkogel folgt man der Markierung nach Osten, die zunächst auf einem steilen Rücken bergab führt. Weiter unten enden zwei Mal Forstwege direkt am Abstiegspfad (einmal von links, einmal von rechts), man bleibt jedoch ziemlich direkt in der Falllinie, auch wenn der Pfad teilweise recht undeutlich wird. An einem Wildzaun geht man im Abstieg links vorbei und erreicht durch dichtes Gestrüpp einen weiteren Forstweg, den man überquert. Wenige Meter darunter trifft man im lichten Wald auf einen deutlichen Pfad, der nach links (Norden) führt und jetzt auch wieder Markierungen aufweist. Dieser Pfad dreht bald nach rechts bergab und endet neuerlich an einem Forstweg, auf dem man sich links hält und in mehreren Kehren solange weiter bergab geht, bis man nach einer Weggabelung an einem Bach angelangt ist, über den ein Holzsteg führt. Auf der anderen Seite des Baches geht es auf einem Ziehweg weiter talauswärts bis zu einer Forststraße, die bergab zur Weggabelung im Tal mit den Hinweisschildern in Richtung Bruderkogel bzw. Perwurzsattel zurückführt. Von dort kehrt man am Fahrweg nach rechts zum Parkplatz zurück.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Keine Anbindung

Anfahrt

A9 (Pyhrn-Autobahn) bis Abfahrt Trieben; durch den Ort durch, weiter nach Hohentauern und hinter der Passhöhe vorbei an der Feriensiedlung Moscher. 500 m nach dem Gasthof „Draxler“ zweigt nach rechts (Westen) die Zufahrt zum Forsthaus Pölsen ab, wo nach ca. 200 m vor einem Schranken mit Fahrverbot rechts ein öffentliche Parkplatz liegt.

Von Süden kommend über Pöls, Möderbrugg und St. Johann am Tauern bis zur Abzweigung nach links 500 m vor dem Gasthof „Draxler“.

Parken

Öffentlicher Parkplatz der Gemeinde St. Johann beim Fahrverbot an der Zufahrt zum Forsthaus Pölsen

Koordinaten

DD
47.412446, 14.461846
GMS
47°24'44.8"N 14°27'42.6"E
UTM
33T 459402 5251139
w3w 
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Wanderausrüstung.

In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.


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Bewertungen

5,0
(1)
Karin Lamprecht
23.09.2016 · Community
Großes Kompliment zu dieser Rundtour, auch wenn mir die einzelnen Gipfel bekannt sind - in dieser Kombination wohl eine besondere Wanderung!
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
20,9 km
Dauer
10:00 h
Aufstieg
1.573 hm
Abstieg
1.573 hm
Höchster Punkt
2.290 hm
Tiefster Punkt
1.225 hm
Rundtour aussichtsreich Geheimtipp Gipfel-Tour

Statistik

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Karten und Wege
  • 6 Wegpunkte
  • 6 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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