Start Touren Auf Spurensuche vom Zillertal ins Wipptal
Teilen
Merken
Tour hierher planen
Fitness
Mehrtagestour

Auf Spurensuche vom Zillertal ins Wipptal

Mehrtagestour • Zillertaler Alpen
Verantwortlich für diesen Inhalt
AV-alpenvereinaktiv.com
  • Blick auf den Schlegeisstausee
    / Blick auf den Schlegeisstausee
    Foto: Verbund AHP
  • /
    Foto: Christian Mairitsch
  • Rastplatz vor der Lavitzalm
    / Rastplatz vor der Lavitzalm
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Blick über die westlichen Ausläufer der Zillertaler Alpen
    / Blick über die westlichen Ausläufer der Zillertaler Alpen
    Foto: Josef Essl
  • Die vergletscherte Bergwelt rund um den Großen Möseler
    / Die vergletscherte Bergwelt rund um den Großen Möseler
    Foto: Josef Essl
  • Grenzübergang Österreich - Italien
    / Grenzübergang Österreich - Italien
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Ein prächtiges Panorama mit Hochfeiler, Hochferner und Großem Möseler
    / Ein prächtiges Panorama mit Hochfeiler, Hochferner und Großem Möseler
    Foto: Josef Essl
  • Lang getrennt und wieder vereint: die Landshuter Europahütte
    / Lang getrennt und wieder vereint: die Landshuter Europahütte
    Foto: Josef Essl
  • Landshuter Europahütte
    / Landshuter Europahütte
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
Karte / Auf Spurensuche vom Zillertal ins Wipptal
1500 2000 2500 3000 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 Ginzling Schlegeis Stausee (Bushaltestelle) Schlegeis Stausee Lavitzalm Pfitscherjoch Pfitscher-Joch-Haus (Rif. Passo di Vizze) Jochseen Kraxentrager 2.999 m Landshuter-Europa-Hütte Brennerpass
Wetter

1. Tag: Schlegeisspeicher – Pfitscher Joch-Haus – Landshuter Höhenweg – Landshuter Europahütte

2. Tag: Landshuter Europahütte – (Kraxentrager) – Vennalm – Venn – Brenner

mittel
22,6 km
10:25 h
1115 hm
1530 hm

Die 2-tägige Bergwanderung führt vom Schlegeisspeicher über den von Wanderern beliebten Aufstieg durch den landschaftlich traumhaften Zamser Grund zum Pfitscher Joch. Entlang des Landshuter Höhenweges, der sich hoch über dem Pfitschertal an die Bergflanken anschmiegt, geht es mit grandiosem Ausblick auf die Pfunderer Berge zur Landshuter Europahütte. Umgeben von herrlicher Bergwelt, folgt am 2. Tag der einsame Abstieg durch Kare und Tälchen hinunter ins reizvolle Venntal und schließlich in die Ortschaft Brenner, wo wir unsere Rückfahrt mit der Bahn antreten.

Autorentipp

Auf der Lavitzalm kann man der äußerst interessanten Naturpark-Ausstellung „pfitscherjoch grenzenlos“ einen Besuch abstatten.

outdooractive.com User
Autor
Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
Aktualisierung: 12.02.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2700 m
1349 m
Höchster Punkt
Landshuter Europahütte (2700 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Lavitzalm
Landshuter-Europa-Hütte
Pfitscher-Joch-Haus (Rif. Passo di Vizze)
Dominikushütte

Sicherheitshinweise

Keine besonderern Sicherheitshinweise.

Ausrüstung

Wanderschuhe sehr empfehlenswert.

Weitere Infos und Links

Am Rande… Ein europäisches Schicksal

1899 errichtete die DAV-Sektion Landshut auf 2.713 m die Landshuter Hütte genau auf der Gratschneide zwischen dem Wipptal und dem Pfitschertal - damals noch gänzlich in Tirol. Während des I. Weltkrieges blieb die Hütte 10 Jahre unbewirtschaftet. Mit dem Ende des Krieges wurde die neue Staatsgrenze entlang des Grates gezogen – und damit mitten durch die Schutzhüte. Der italienische Teil war dann über viele Jahre nicht mehr zugänglich.

Nach dem II. Weltkrieg verfiel die ganze Hütte. Die in Österreich liegende Hälfte wurde 1945 enteignet, 8 Jahre später wieder instand gesetzt, 1966 aber ganz geschlossen und erst 1972 wieder eröffnet. Der in Italien liegende Teil der Hütte verfiel zusehends. In den 1980er Jahren wurde die Idee einer „Europahütte“ geboren und im Jahr 1984 umgesetzt. Im Jahr 1988 waren der österreichische und der italienische Teil der Landshuter Hütte wieder hergestellt.

Die Schlafräume befinden sich heute in Nordtirol, die Gaststube auf Südtiroler Boden. Die ganze Hütte umfasst 100 Schlafplätze, 2 Küchen und 3 Speisesäle. Die Grenzziehung durch die Hütte ist nach wie vor ein Kuriosum - mit dem Zusatz „Europahütte“ wurde aber ein wertvolles Zeichen gesetzt. Statt Abgrenzung und Teilung stehen damit Offenheit, Verbindung und das Grenzenlose im Vordergrund.

Start

Bushaltestelle Schlegeisstausee (1785 hm)
Koordinaten:
Geographisch
47.038295, 11.701471
UTM
32T 705228 5212961

Ziel

Bahnhaltestelle Brenner

Wegbeschreibung

1. Tag:

Wir starten unsere Bergtour direkt bei der Bushaltestelle an der Staukrone des Schlegeisspeichers und wandern zu Beginn ca. 15 Min. auf der Straße bis zum südlichen Parkplatz und erreichen rechts hinter der Brücke die Jausenstation Zamsgatterl. Eingerahmt von steilen Bergflanken, steigen wir sanft durch den Zamser Grund und entlang des Zamser Baches, der von zahlreichen Seitenbächen gespeist wird, in südliche Richtung auf. Nach gut einer Stunde erreichen wir die urige Lavitzalm, auf der man sich eine kleine Stärkung gönnen und die Naturpark-Ausstellung „pfitscherjoch grenzenlos“ besichtigen kann. Von der Alm wandern wir durch die moorige Hochebene und entlang des wildflussartigen Abschnitts des Zamser Baches weiter und gelangen über den „Jochschinder“ nach etwa 30 - 45 Min. zum Stampflerboden, wo wir mit dem Passieren der alten Zollwachhütte Südtiroler Boden betreten. Schon kurz danach zweigt rechterhand der Landshuter Höhenweg ab. Für einen Abstecher zum Pfitscher Joch-Haus (2.277 m), müssen wir unsere Wanderung noch für ein paar Minuten in Richtung Süden fortsetzen. Nach einer Rast beim Schutzhaus kehren wir zur Abzweigung zurück und folgen dem Landshuter Höhenweg in westlicher Richtung. Vorbei an kleinen Lacken und Seen, genießen wir die Ausblicke auf die hohen Gipfel der Zillertaler Alpen und die steilen Gipfel der Pfunderer Berge. Der Höhenweg schmiegt sich durchwegs sanft an die Bergflanken der Hohen Wand, der Kluppe und des Kraxentragers an, zieht sich durch weitläufige Kare und endet nach 2 ½ bis 3 Std. Gehzeit bei der Landshuter Europahütte (2.713 m).

 

 

2. Tag:

Nach einer angenehmen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück auf über 2.700 m Seehöhe, sollte vor dem Abstieg zum Brenner noch eine Besteigung des nahe gelegenen und knapp 3.000 m hohen Kraxentragers ins Auge gefasst werden. In gut 1 Std. hat man den Anstieg auf den aussichtsreichen Gipfel geschafft. Von dort nach ca. 1 ½ Std. auf der Friedrichshöhe zurück, führt uns der folgende Abstieg nach einem anfänglich leicht verblockten Gelände in das weitläufige Kar oberhalb des Venntales. Kleine Bächlein, zahlreiche Quellen, eine bunte Blumenwelt, Tälchen und Kuppen prägen diese ursprüngliche Landschaft. Die Steilstufe, die wir auf ca. 1.900 m erreichen, wird orographisch links umgangen. Anfangs noch durch einen lichten Lärchenwald, tauchen wir in einen knorrigen Fichtenwald ein und erreichen die Vennalm auf 1.527 m. Bevor wir unsere Wanderung nach Venn fortsetzen, schweifen unsere Blicke nochmals in den Talschluss, der von Wasserfällen und Felswänden begrenzt wird. Unser weiterer Abstieg führt uns zum Weiler Venn (1.458 m) mit seiner kleinen Gastwirtschaft. Der letzte Teil des Abstieges führt durch den Wald auf der Forststraße bis kurz vor die ehemalige Bahnhaltestelle Brennersee (diese Haltestelle wird von den ÖBB nicht mehr angefahren). Wir passieren die Unterführung und gelangen somit auf die Bundesstraße, über diese wir nach ca. 15 Min. Gehzeit den Ort Brenner (1.370 m) und damit auch den Bahnhof am südlichen Ortsende erreichen.

 

Mögliches Gipfelziel von der Landshuter Europahütte:

Kraxentrager (2.999 m)

Die Bergtour von der Landshuter Europahütte auf den Kraxentrager sollte man unbedingt ins Auge fassen. Bereits nach gut 1 Std. steht man auf diesem „Quasi-3.000er“, der ein äußerst imposanter Aussichtsberg ist. Der Anstieg ist bis auf eine seilversicherte und etwas luftige Stelle unschwierig (275 Höhenmeter, 1 Std., T3).

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Anreise ab Mayrhofen über Ginzling:

Die Linie 4102 Mayrhofen - Ginzling - Schlegeis-Stausee verkehrt von Anfang Juni bis Anfang Oktober in beide Richtungen.

Rückreise ab Brenner nach Mayrhofen:

Die Bahnen der ÖBB fahren mehrmals täglich über Innsbruck nach Jenbach.

Von dor fährt die Zillertalbahn nach Mayrhofen.

Anfahrt

Auf der Inntalautobahn bis Anschlussstelle Wiesing. Danach bis zum Schlegeisstausee.

Kostenpflichtige Mautstraße zwischen Ginzling und Schlegeisstausee.

Parken

Kostenloser Parkplatz

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen: Wandern im Naturpark Zillertaler Alpen, mit öffentlicher Anreise.

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte Nr. 35/1 Zillertaler Alpen - West, 1:25.000

AV-Karte Nr. 31/3 Brennerberge, 1:50.000

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Community

 Kommentar
 Aktuelle Bedingung
Veröffentlichen
  Zurück zur Eingabe
Punkt auf Karte setzen
(Klick auf Karte)
oder
Tipp:
Der Punkt ist direkt auf der Karte verschiebbar
Löschen X
Bearbeiten
Abbrechen X
Bearbeiten
Punkt auf Karte ändern
Videos
*Pflichtfeld
Veröffentlichen
Bitte einen Titel eingeben.
Bitte gib einen Beschreibungstext ein.
Schwierigkeit
mittel
Strecke
22,6 km
Dauer
10:25 h
Aufstieg
1115 hm
Abstieg
1530 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
Höhenprofil anzeigen Höhenprofil verbergen
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.