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Wanderung empfohlene Tour

Auf der stillen Seite des Untersbergs

Wanderung · Berchtesgadener Land
Profilbild von Christian Enderlein
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Christian Enderlein 
  • Auf der Fadererschneid
    Auf der Fadererschneid
    Foto: Christian Enderlein, Community
m 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 12 10 8 6 4 2 km
Auch an einem sonnigen Sonntag ist man auf dieser Tour die meiste Zeit allein. Unterwex auf der stillen Nordwestseite des Untersbergs in bergwandertechnisch sehr anspruchsvollem Terrain (siehe Beschreibung und Sicherheitshinweise!)
schwer
Strecke 13,8 km
6:00 h
1.423 hm
1.422 hm
1.840 hm
676 hm
Auf der stillen, wenig frequentierten Nordwestseite des Untersbergs.
Aufstieg von Hallthurm über den wenig begangenen, ziemlich verwachsenen Grenzsteig über die Fadererschneid zum Hirschanger.
Von dort sind mit Schönkopf, Ochsenkopf, Mitterberg und Hirschangerkopf gleich 4 Gipfel zu besteigen. Abstieg zum TING~Platz und noch ein luftiger Ausblick von der Gurrwand, ehe es über den Jagasteig zum Stoakaser und übern "Gniaschnaggla" wieder runter nach Hallthurm geht.
Achtung! Alle Wege führen durch anspruchsvolles Karstgelände, sind teilweise wenig, bis gar nicht markiert und somit nur trittsicheren, konditionsstarken Wanderern vorbehalten!

Autorentipp

Der Aufstieg von Hallthurm führt über einen gut sichtbaren, aber nicht markierten Steig, oftmals durch hohes Gras, in denen viele Zecken lauern.
Deshalb möglichst Zeckenschutzmaßnahmen treffen, z.B. mit Schwarzkümmelöl einschmieren und/oder lange Hosen tragen. 
Bei Nässe ist der Grenzweg über die Fadererschneid nicht empfehlenswert!

Der Ochsenkopf ist nur über die alte Grenzschneise, die inzwischen ziemlich verwachsen ist, erreichbar, die Markierung zum Schönkopf (neuerdings blau markiert) zweigt von dieser Grenzschneise ab. 
Alles keine offiziellen Wanderwege!

Der wiederum gut markierte Weg vom Hirschangerbrünndl, vorbei am Ochsenkopf zum Mitterberg ist der reinste Hürdenlauf, Stetig geht es auf und ab, was speziell für wenig trainierte Wanderer, besonders durch die anspruchsvolle Beschaffenheit des Karstgeländes, sehr kraftraubend ist.
Viele gehen dann sogar am Mitterberg vorbei, weil der Weg dorthin nochmal von der Hauptroute zum Berchtesgadener Hochthron abzweigt und das kleine, etwa 1, 30m hohe Kreuz weiter entfernt aussieht, als es tatsächlich ist.
Grundsätzlich gilt aber eher, dass alles weiter entfernt ist, als es aussieht und somit man auch deutlich länger braucht , als man annimmt...

Um auf den Gipfel des Hirschangerkopfes zu kommen, bedarf es einer kurzen Kraxeleinlage, die im Schwierigkeitsgrad so zwischen 1+ und 2- liegt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind dafür auf jeden Fall Voraussetzung!

Da der Orkan Kyrill 2007 am Untersberg sehr viele Bäume umgeworfen hat, ist der Pfad vom TING~Platz zur Gurrwand nur noch flüchtig erkennbar und mit ein paar Steinmanderl markiert. Hier bedarf es großer Aufmerksamkeit, den Weg nicht zu verlieren. Sollte also auch besser nur von Bergwanderern begangen werden, die ein gutes Orientierungsvermögen oder einen ortskundigen Begleiter haben.

Der Jagasteig hat zu Beginn (vom TING~Platz aus gesehen) ein paar heikle Stellen, die neuerdings mit Eisentritten versehen worden sind.
Dennoch ist hier Vorsicht geboten und ich wundere mich immer wieder, weshalb dieser Weg offiziell als rot und nicht als schwarz eingestuft wird. Da kenne ich schwarz eingestufte Wege, die deutlich weniger heikel sind. Auf jeden Fall ist Achtsamkeit und Trittsicherheit an diesen Stellen geboten!

Der "Gniaschnaggla" heißt offiziell Almsteig, wird aber von allen Einheimischen und Insidern "Gniaschnaggla" genannt und wenn man ihn mal runter geht und so einige höhere Stufen meistern muss, weiß man, weshalb er so heißt. In den oberen Graben, oberhalb und unterhalb der Quelle, kommt ab Mitte August wenig, bis gar keine Sonne mehr herein und so ist der Weg dann ziemlich glitschig und somit mit sehr viel Vorsicht zu genießen...

Grundsätzlich sind all diese Wege nur erfahrenen Bergwanderern empfohlen, die trittsicher sind und Erfahrung im Gehen in Karstgelände gepaart mit Wurzeln und Erde haben und zudem keine Einkehrmöglichkeit auf dem Weg brauchen.
Alle anderen sollten lieber die breiten, markierten Wanderwege, etwa zum Stöhrhaus oder zur Toni Lenz Hütte nutzen...

Noch ein wichtiger Hinweis, der alle An~ und Abstiege von und nach Hallthurm betrifft: Nach größerem Hochwasser, wie 2013 und auch 2020, entsteht im Hallthurmer Moos ein vorübergehender See, den Mücken dann gerne zum Ausbrüten nutzen. In der Folgezeit ist mit einer extremen Mückenplage zu rechnen und der Aufstieg von dieser Seite alles andere als ein Vergnügen!  So geschehen auch am 16. August, als ich diese Tour unternahm...es war, besonders im Abstieg, als ich das Schwarzkümmelöl wohl runtergeschwitzt hatte, die reinste Hölle!

Fazit: Nicht ohne Grund ist die West~ und Nordwest~Seite des Untersbergs so wenig frequentiert. Die geschilderten Wegbeschaffenheiten und sonstigen Umstände sorgen dafür, dass stets nur Wenige diese Wege beschreiten und daran wird sich wohl auch in Zukunft nicht viel ändern... gut so! ;-)


Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.840 m
Tiefster Punkt
676 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 1,66%Schotterweg 11,03%Naturweg 4,04%Pfad 59,86%Unbekannt 23,39%
Asphalt
0,2 km
Schotterweg
1,5 km
Naturweg
0,6 km
Pfad
8,3 km
Unbekannt
3,2 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Auf allen Wegen ist Trittsicherheit erforderlich!
Man bewegt sich vornehmlich in Karstgebiet und das, gepaart mit Wurzeln und Erde, kann besonders bei Nässe, eine ziemlich glitschige Angelegenheit werden. Zudem ist in Karstgebieten, insbesondere bei Nebel, immer auf Spalten, Schlünde und Dolinen zu achten!
Nicht wenige Menschen sind am Untersberg spurlos verschwunden.
Man erzählt sich sogar von Zeitlöchern, in denen Leute scheinbar eine Nacht im Berg verbringen, jedoch viele Jahre später erst wieder raus kommen. Also OBACHT gebm, liabä Leit!

Start

Hallthurm (697 m)
Koordinaten:
DD
47.702852, 12.933494
GMS
47°42'10.3"N 12°56'00.6"E
UTM
33T 344967 5285342
w3w 
///dünnen.kanne.ausreichte
Auf Karte anzeigen

Ziel

Hallthurm

Wegbeschreibung

Hallthurm ~ Friedensfelsen ~ Boarische Jagahüttn ~ Fadererschneid ~ Hirschangerbrünndl ~ Schönkopf ~ Ochsenkopf ~ Mitterberg ~ Hirschangerkopf ~ TING~Quelle ~ TING~Platz ~ Gurrwand ~ Jagasteig ~ Stoakaser (westl. Zehnkaser) ~ Gniaschnaggla ~ Hallthurm

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit RVO Bus 841 bis Hallthurm
Achtung letzter Bus nach Bad Reichenhall fährt um kurz nach 18 Uhr!

Anfahrt

Über die B20 von Bad Reichenhall über Bayerisch Gmain nach Hallthurm

Koordinaten

DD
47.702852, 12.933494
GMS
47°42'10.3"N 12°56'00.6"E
UTM
33T 344967 5285342
w3w 
///dünnen.kanne.ausreichte
Auf Karte anzeigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Bergwanderausrüstung, festes Schuhwerk mit Profilsohle, Stöcke, Sonnenschutz, Regenschutz, evtl. Ausrüstung für Notbiwak, Taschenlampe...

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
13,8 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
1.423 hm
Abstieg
1.422 hm
Höchster Punkt
1.840 hm
Tiefster Punkt
676 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour

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