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Arbertour 9: Den Bodenmaiser Schätzen auf der Spur

Wanderung · Bayerischer Wald
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Isabelle Auer
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m 900 800 700 600 10 8 6 4 2 km
Über die Rißlochfälle zum Silberberggipfel
mittel
Strecke 11,6 km
3:35 h
399 hm
405 hm
965 hm
686 hm

Bodenmais ist reich an Naturschätzen - sowohl oberirdisch, als auch unterirdisch. Waren es bis in das 20. Jahrhundert hinein vor allem der Erzbergbau am Silberberg und die Verhüttung zu Vitriol, die einem Großteil der Bodenmaiser den Lebensunterhalt sicherte, so wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der aufkommende Fremdenverkehr immer ortsprägender.

Die Naturschönheiten rund um Bodenmais sind geblieben, geändert haben sich jedoch die Vorstellungen der Gäste von einem gelungenen Bayerwaldurlaub. Die in vielen Teilen noch sehr ursprünglich wirkende Natur wird heute zum Rückzugsraum, zu einer Welt, in der man sich vom immer hektischer werdenden Arbeitsalltag erholen kann, wo man Ausgleich findet und selbst ausgeglichener wird.

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
965 m
Tiefster Punkt
686 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

www.bayerwald-wandern-mit-pause.de

Start

Wanderparkplatz "Risslochfälle" (755 m)
Koordinaten:
DD
49.079866, 13.110016
GMS
49°04'47.5"N 13°06'36.1"E
UTM
33U 361986 5438054
w3w 
///angestiegen.sitzen.bauch

Ziel

Wanderparkplatz "Risslochfälle"

Wegbeschreibung

Wie viele unserer Wanderungen ins Arbergebiet beginnt auch diese "Schatzsuche" in den Bodenmaiser Wäldern auf dem Wanderparkplatz "Risslochfälle" am Ende des Rißlochwegs. Wir folgen der "grünen 2". An der Weggabelung am Beginn des Naturschutzgebiets haben wir die Wahl, ob wir lieber den "steinigen" Weg (hier sollte man im oberen Abschnitt trittfest sein) direkt am Bach oder dem "bequemen" Weg folgen wollen, auf dem wir zum einen schneller an Höhe gewinnen, zum anderen auch die Tiefe der Schlucht mehr genießen können. Welchen Weg wir auch wählen: Es erwartet uns ein Stück "echter Urwald", in dem in einigen Bereichen wegen der Steilheit der Schlucht nie Forstwirtschaft betrieben wurde und in dem wir einiges über den Kreislauf der Natur erfahren können. Dürfen beispielsweise umgefallene Baumstämme an Ort und Stelle verrotten, dienen sie der jungen Waldgeneration als Keimbeet, das sie nicht nur mit Nährstoffen versorgt, sondern sie auch über die umgebene Krautschicht erhebt und ihnen so durch den helleren Standort Wachstumsvorteile verschafft.

Stehende Totholzstämme lassen uns nicht nur hin und wieder durch ihre manchmal bizarren Formen staunen, sondern dienen auch vielen Tieren als Unterschlupf und "Wohnraum". Einige Tierarten, wie etwa der Weißrückenspecht, sind sogar auf das Vorhandensein von Borkenkäfern als Nahrungsgrundlage dringend angewiesen. In urwaldartigen Bergmischwäldern, wie in der Rißlochschlucht, wird uns jedoch bewusst, dass der Befall einzelner Bäume mit Borkenkäfern nicht zwangsläufig zu einem "grauen Wald" führen muss: Jede Borkenkäferart ist auf eine spezielle Baumart spezialisiert. In einem naturnahen Bergmischwald haben es daher Buchdrucker und Kupferstecher viel schwerer, als in einer naturfernen - vom Menschen geschaffenen - Fichtenmonokultur. Im "Urwald" bleibt der Wald - auch nach einem Borkenkäferbefall - grün.

Egal, welchen Aufstieg man gewählt hat: Jeder Wanderer sollte einen Abstecher zur oberen Kaskade der Risslochwasserfälle machen, bevor er auf dem "bequemen" Weg wieder abwärts geht. Nach einigen Metern zweigen wir (wenn man abwärts geht) nach links die "grüne 12" in Richtung "Schönebene" ab. Nach einer etwa zehnminütigen Wanderung merken wir zwar, dass wir das Naturwaldreservat verlassen haben, doch auch der Wirtschaftswald wirkt hier bis hin zu unserem zweiten Ziel, dem Silberberggipfel, naturnah.

Ab dem Parkplatz "Schönebene" stoßen wir wieder auf Hinweisschilder und kurz vor dem Silberberg auch auf Infotafeln eines Rundwanderweges, der uns den anderen - den historischen - Naturschatz von Bodenmais näherbringen will: 

Über viele Jahrhunderte hindurch war der Silberberg - der Erzabbau und die anschließende Verhüttung - die Lebensgrundlage von Bodenmais. Im Alten Rathaus in der Bergknappenstraße können wir in einer Sonderausstellung darüber mehr erfahren.

Insgesamt konnten bisher über 60 Mineralien, darunter Kupferkies, Bleiglanz und Schwefel, im Silberberg gefunden werden. Reich ist der Silberberg aber auch durch einen anderen Naturschatz: Sein weitverzweigtes Stollensystem gilt unter Artenschützern als eines der bedeutendsten Fledermauswinterquartiere Deutschlands: Über 19 der im Bayerischen Wald heimischen Fledermausarten - mit insgesamt rund 1.000 Exemplaren - überwintern hier.

Nach einer Gipfelrast gehen wir ein paar Schritte zurück bis zur Piste. Wanderpfeile (erst die "runde rote 1", ab der Straße rechts die "runde rote 10" am Waldrand entlang) zeigen uns den Weg zurück nach Bodenmais.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Waldbahn bis/ab Bodenmais

Anfahrt

Bodenmaiser "Bahnhofstraße", abbiegen in den Rißlochweg. Der Startpunkt befindet sich am Wanderparkplatz "Risslochfälle" am Ende des Rißlochwegs in Bodenmais.

Parken

Wanderparkplatz "Risslochfälle"

Koordinaten

DD
49.079866, 13.110016
GMS
49°04'47.5"N 13°06'36.1"E
UTM
33U 361986 5438054
w3w 
///angestiegen.sitzen.bauch
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

wetterangepasste Kleidung, Schuhe mit gutem Profil, Brotzeit, Getränke

Grundausrüstung für Wanderungen

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
11,6 km
Dauer
3:35 h
Aufstieg
399 hm
Abstieg
405 hm
Höchster Punkt
965 hm
Tiefster Punkt
686 hm
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