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Arbertour 3: Zeitlos faszinierend - "echter Urwald" im Rißloch

Wanderung · Bayerischer Wald
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Isabelle Auer
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    Foto: Isabelle Auer, Community
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m 900 800 700 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km
Zweistündiger Rundgang durchs Naturschutzgebiet "Riesloch" bei Bodenmais.
mittel
Strecke 2,7 km
1:00 h
210 hm
172 hm

"Riesige schwarze Fichtensäulen, alte Buchen und Ahorne, greisenhaft gebrochen, gestürzt, modernd absterbend, aber vom jüngsten Nachwuchs strahlend übergrünt, dazwisches bleiches Wurzelwerk, feuchte Schwämme, nasse Dächer von Gneiskuppen - eine köstliche Unordnung!"

So beschrieb Walter Pause, Verfasser vieler bekannter Tourenbücher, wie beispielsweise der "Münchner Hausberge", in seinem bereits 1969 erschienenen Bayerwaldwanderbuch den Arber-"Urwald". Galt die Rißlochschlucht noch bis ungefähr 2009 als "Geheimtipp", findet man sie heute in beinahe jedem Bayerwaldwander- und -reiseführer. Zu Recht, gehört sie doch zu den wenigen Gebieten im Bayerischen Wald, die nie durch den forstwirtschaftenden Menschen umgestaltet wurden. Hier kann man nicht nur über die höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes staunen, sondern durch den Wald auch viel über den "Kreislauf des Lebens" erfahren.

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
965 m
Tiefster Punkt
755 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Im Frühjahr (besonders im März/April) sind die Wege häufig vereist.

Weitere Infos und Links

Bei gutem Wetter, in der Ferienzeit und am Wochenende ist der Wanderparkplatz "Risslochfälle" häufig schon früh (ca. 10 Uhr) voll belegt.

Weitere Touren im Bayerischen Wald und Infos über das zitierte Walter-Pause-Buch unter:

www.bayerwald-wandern-mit-pause.de

Start

Wanderparkplatz "Risslochfälle" am Ende des Rißlochwegs, Bodenmais (755 m)
Koordinaten:
DD
49.079866, 13.110016
GMS
49°04'47.5"N 13°06'36.1"E
UTM
33U 361986 5438054
w3w 
///angestiegen.sitzen.bauch

Ziel

Wanderparkplatz "Risslochfälle" am Ende des Rißlochwegs, Bodenmais

Wegbeschreibung

Wir beginnen unseren etwa zweistündigen Rundgang durch das Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat "Rißloch" am "Rißlochparkplatz" am Ende des Rißlochweges. Nach etwa hundert Metern teilt sich der Weg in den unteren "steinigen Weg", der direkt am Bach verläuft, und den oberen "bequemen Weg". Wer nicht sehr gut zu Fuß ist, dem sei - sowohl zum Auf- als auch zum Abstieg - der rechte, sogenannte "bequeme Weg", für den man allerdings auch etwas Kondition braucht, empfohlen. Alle anderen sollten zum Aufstieg den "bequemen Weg" benutzen.

Was - auch naturwissenschaftlich gesehen - den "Urwald", aber auch naturnah bewirtschaftete Wälder in dieser Höhenlage ausmacht, können wir nach etwa hundert Metern sowohl am unteren als auch am oberen Weg gut erkennen: Inmitten des Mischwaldes stechen einzelne kleine, durch Borkenkäferbefall entstandene Totholzgruppen hervor. An den kleinen Löchern im Stamm lässt sich auch für Laien gut erkennen, wer im Tierreich besonders vom Borkenkäfer profitiert: Spechte, wie beispielsweise der seltene Weißrückenspecht oder der Dreizehenspecht. Aber auch Fledermäuse profitieren vom stehenden Totholz: Sie nutzten die Spalten und Risse in der warmen Jahreszeit als Übertagungsquartier. Da sie zum Überleben riesige Mengen von Insekten brauchen, gelten sie unter achleuten als die besten "Schädlingsbekämpfer", die es bei uns gibt. Totholz nutzt also auch uns Menschen!

Der Anblick riesiger Totholzflächen ist für viele Menschen jedoch bedrückend. Da jede Borkenkäferart aber auf eine bestimmte Baumart fixiert ist, wird der natürliche Mischwald auch nach diesem Borkenkäferbefall nicht geschädigt. Totholzstämme mit ihren oftmals bizarr anmutenden Formen erinnern viele Wanderer an Skulpturen der "Galerie Natur", für andere sind sie Zeichen des "Kreislaufs des Lebens" - von Werden, Wachsen und Vergehen.

In diesem Arber-Urwald finden sich jedoch auch kleine Spuren einer menschlichen Nutzung: Anfang des 20. Jahrhunderts - lange, bevor im Jahr 1939 die Schlucht ein Naturschutzgebiet wurde - entschloss man sich, in der Rißlochschlucht ein kleines E-Werk zu bauen. Viele nichtsahnende Wanderer erinnert die kleine Hütte an der unteren Brücke wohl eher an eine Unterstellhütte als an ein Kraftwerksgebäude.

Steil wird nun der weitere Anstieg auf dem "steinigen Weg" entlang des Wasserfalls, häufig benetzt auch an trockenen Tagen die Gischt unseren Weg.

Wer zu Beginn unseres Rundwegs lieber den "bequemen Weg" gewählt und so dank der schneller gewonnenen Höhe den Überblick über das ganze Szenario hat, dem wird spätestens ab jetzt klar, warum die Rißlochfälle die höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes sind: Anders, als beispielsweise beim Hochfall-Wasserfall, bestehen die Rißlochfälle nicht nur aus mehreren Kaskaden, sondern aus einem ganzen Bachsystem, das sich in der Rißlochschlucht - dort, wo Geowissenschaftler einen schwachen Riss in der Erdkruste vermuten - vereinigt.

Bei der Brücke an der oberen Kaskade - Volkskundler vermuten in diesem Bereich eine ehemalige Kupferschürfgrube - haben wir unser Ziel erreicht.

Wer Zeit und Lust hat, kann seinen Weg von hier aus in Richtung Großen Arber, Kleinen Arber oder Hochfall fortsetzen.

Allen anderen sei der Rückweg über den oberen "bequemen Weg" empfohlen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Waldbahn bis Bodenmais

Anfahrt

Navi: Rißlochweg, 94249 Bodenmais. Der Wanderparkplatz "Risslochfälle" befindet sich ganz am Ende des "Rißlochwegs", bereits im Wald.

Parken

Wanderparkplatz "Risslochfälle".

Koordinaten

DD
49.079866, 13.110016
GMS
49°04'47.5"N 13°06'36.1"E
UTM
33U 361986 5438054
w3w 
///angestiegen.sitzen.bauch
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Wanderschuhe

Grundausrüstung für Wanderungen

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
2,7 km
Dauer
1:00 h
Aufstieg
210 hm
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172 hm
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