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Klettersteig empfohlene Tour

Alpine Bergtour über den Jubiläumsgrat von der Zugspitze zur Alpspitze

· 5 Bewertungen · Klettersteig · Zugspitzregion
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  • Bergsteiger auf dem Jubiläumsgrat
    / Bergsteiger auf dem Jubiläumsgrat
    Foto: Marcus Hebel, CC BY-SA, Wikimedia Commons
  • / Jubiläumsgrat – Blick vom Ostgipfel der Zugspitze zur Alpspitze
    Foto: Herbert Rieger, CC BY-SA, Wikimedia Commons
  • / Westteil des Jubiläumsgrates mit Blick zur Zugspitze von der Mittleren Höllentalspitze
    Foto: Heinrich Stürzl, CC BY-SA, Wikimedia Commons
  • / Jubiläumsgrat von Süden
    Foto: Heinrich Stürzl, CC BY-SA, Wikimedia Commons
  • / Westteil des Jubiläumsgrats oberhalb der Knorrhütte mit Brunntalgrat von Süden
    Foto: Sebastian Hornbostel, CC BY, Wikimedia Commons
m 3400 3200 3000 2800 2600 2400 2200 2000 1800 6 5 4 3 2 1 km Bergstation Alpspitzbahn Münchner Haus Höllentalgrat-Biwak Alpspitze
Ein Juwel unter den alpinen Bergtouren in den Ostalpen ist sicherlich der Jubiläumsgrat, der uns über mächtige Felsen und über einen First von der Zugspitze zur Alpspitze führt.
schwer
Strecke 6,7 km
9:00 h
512 hm
1.422 hm
Zwischen Höllental und Reintal zieht sich der Jubiläumsgrat wie an einem steinernen Band entlang, das die Zugspitze mit der Alpspitze verbindet. Der markierte „Weg“ ist lang, aber immer abwechslungsreich mit teils gesicherten und ungesicherten Kletterpassagen. Bei den großartigen Ausblicken über die Alpen und ins Flachland muss man beinahe aufpassen, die Augen auf den Weg gerichtet zu halten. Für diese Unternehmung muss jedoch alpine Erfahrung, Ausdauer und die sichere Beherrschung des III. Grades (UIAA) vorausgesetzt werden ebenso wie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Eventuell ist es ratsam, sich einem Bergführer anzuschließen. Die Tour sollte nur bei sicherem Wetter durchgeführt werden. Für diese Tour sind mindestens neun Stunden einzuplanen, wir legen auf einer Strecke von 7 km 500 Höhenmeter im Aufstieg und 1400 Höhenmeter im Abstieg zurück. Von der Zugspitze geht es über die Innere Höllentalspitze (2741 m) über die Abzweigung Brunntalgrat auf die Mittlere (2742 m) und die Äußere (2720 m) Höllentalspitze, dann über die Vollkarspitze (2618 m) zur Falschen Grieskarscharte (2560 m) zur Grieskarscharte und über die „Alpspitz-Ferrata“ zur Alpspitz-Seilbahn. Achtung: Die letzte Talfahrt der Alpspitzbahn ist um 17 Uhr! Verpasst man diese, zieht sich der Abstieg ins schier Endlose.

Autorentipp

Einkehren können wir im Münchner Haus auf der Zugspitze, im Restaurant an der Bergstation der Alpspitzbahn (Osterfelder) oder im Kreuzeckhaus.
Profilbild von Julia Gebauer
Autor
Julia Gebauer
Aktualisierung: 21.12.2020
Schwierigkeit
D schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Zugspitze, 2.944 m
Tiefster Punkt
Bergstation Alpspitzbahn, 2.009 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Für diese Unternehmung muss alpine Erfahrung, Ausdauer und die sichere Beherrschung des III. Grades (UIAA) vorausgesetzt werden ebenso wie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Bergstürze aus dem Jahre 2001 können auf dem sanierten Steig umgangen werden. Eventuell ist es ratsam, sich einem Bergführer anzuschließen. Die Tour sollte nur bei sicherem Wetter durchgeführt werden.

Ein Notabstieg (z. B. bei einem aufziehenden Gewitter) führt über den Brunntalgrat zur Knorrhütte.

An der Höllentalgrathütte gibt es eine Biwakschachtel, in der man notfalls übernachten kann.

Weitere Infos und Links

Münchner Haus auf der Zugspitze (Mitte Mai bis Ende September, hier auch Übernachtung möglich)

Kreuzeckhaus (Mitte Mai bis Anfang Novemer, hier auch Übernachtung möglich)

Start

Gipfel der Zugspitze (2.944 m)
Koordinaten:
DD
GMS
UTM
w3w 

Ziel

Bergstation Alpspitzbahn auf dem Gipfel der Zugspitze

Wegbeschreibung

Nach der Übernachtung im Münchner Haus oder der Auffahrt mit der ersten Seilbahn (7:35 Uhr ab Garmisch-Partenkirchen) starten wir auf einem drahtseilversicherten Weg zum Zugspitz-Gipfel. Dann geht es entlang des Steiges in Richtung Höllental und gleich darauf nach rechts auf einem Pfad zum Jubiläumsgrat. Auf oder neben dem Grat geht es für uns nun entlang einiger Felsplatten, die auch von Schotter bedeckt sein können (Kletterschwierigkeit I bis II). Hier gelangen wir auch bald an eine der Schlüsselstellen dieser Tour, im Abstieg eine nach beiden Seiten ausgesetzte Passage im III. Schwierigkeitsgrad. Hier sollte mit einem eigenen Seil gesichert werden.

Dahinter geht es weiter zur Scharte vor der Inneren Höllentalspitze, von dort nach rechts und dann nach links und schließlich am Drahtseil entlang bis zur Inneren und weiter zur Mittleren Höllentalspitze. Als nächstes liegt die Höllentalgrathütte (mit Biwakschachtel) an unserem Weg. Dahinter führt der Steig weiter zur Äußeren Höllentalspitze und von dort in einen Sattel. Dann bedienen wir uns des Drahtseils, es geht in der Vertikalen auf einen Turm, von dort wieder hinab in eine Scharte und weiter auf die Vollkarspitze. Wir folgen dem Steig bis zum Wegweiser „Grieskarscharte“. Für uns geht es hier links bergab, anschließend queren wir die westliche Seite des Hochblassen. Das Geländer mit Drahtseil leitet uns wieder sanft aufwärts, dann geht es über Schutt in die Grieskarscharte. Ein breiter Grat führt uns nun zum Gipfel der Alpspitze, weiter geht es über die Nordwand-Ferrata zur Bergstation der Alpspitzbahn auf dem Gipfel des Osterfelder.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Garmisch-Partenkirchen

Anfahrt

B23 nach Garmisch-Partenkirchen, zu Fuß auf die Zugspitze (mit anschließender Übernachtung) oder in der Früh mit einer der Bergbahnen

Parken

In Garmisch-Partenkirchen

Koordinaten

DD
GMS
UTM
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte Wetterstein- und Mieminger Gebirge, Mittleres Blatt Nr. 4/2, 1:25.000

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Unbedingt ausreichend zu trinken mitnehmen! Außerdem Klettersteigset, Helm und ein Sicherungsseil, evtl. Schlingen

Grundausrüstung für Klettersteige

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Klettersteigset
  • Klettergurt
  • Kletterhelm
  • Klettersteig- oder strapazierfähige Sicherheitshandschuhe
  • Selbstsicherungsschlinge und HMS-Karabiner
  • Ggf. Nachsicherungsset (für Beginner und Kinder)
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Bewertungen

4,8
(5)
Andreas Hubmer 
11.08.2019 · Community
Wir haben den Jubi mit dem Aufstieg zur Zugspitze über das Höllental und Übernachtungen in der Höllentalangerhütte sowie in der Biwakschachtel kombiniert. Am Sonntag gegen Abend war ein gemütlicher Start, quasi Spaziergang, durch die Klamm zur Höllentalangerhütte. Am Montag sind wir kurz nach 6 weg und ziemlich flott über die Klettersteige und den Gletscher auf die Zugspitze hinauf. So gab's um 10 Uhr bereits Deutschlands höchste Würstel ;) Dort oben kommen 3 Seilbahnen an: 2 von Deutschland und eine von Tirol. Nach der Pause haben wir die Menschenmassen verlassen und uns auf den einsamen Grat begeben. Links und rechts ging es immer bergab, mal steil mal sehr steil. In der roten Biwakschachtel (4h15 von der Zugspitze) haben wir dann übernachtet - ich war schon länger nicht mehr so ausgepowert. Spät am Abend, als wir schon schliefen, sind noch 3 andere im Biwak angekommen, bei denen es länger als geplant wurde. Am nächsten Tag war starker Wind, besonders auf der Westseite des Grats. Die meiste Zeit hat es geregnet, weshalb wir "nur" mehr über die Alpspitze zur Alpspitzbahn abgestiegen sind (4h20). Da war es ganz gut den Bergführer dabei zu haben. Was ich an solchen Touren neben dem Ausblick und dem Erlebnis so mag, ist die volle Konzentration auf den Moment. Die Gehzeiten erhöhen sich sicherlich um einiges, wenn man das Klettersteigset bei allen Stahlseilen einhängt.
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Zwischen Zugspitze und Biwakschachtel
Foto: Andreas Hubmer, Community
Blick zurück auf die Zugspitze
Foto: Andreas Hubmer, Community
Wetterumschwung
Foto: Andreas Hubmer, Community
Vollkarspitze
Foto: Andreas Hubmer, Community
Alexander Mai
13.09.2018 · Community
Über den Jubi ist viel geschrieben worden, daher nur soviel: Die Hauptanforderung ist Kondition! Wer die Tour an einem Tag machen möchte, dem sei gesagt, dass man die letzte Bahn von der Alpspitze nur dann erreicht, wenn man äußerst zügig geht, praktisch ohne Pausen. Sichern fällt aus Zeitgründen flach, grobe Verhauer sind auch nicht drin. Ich empfand den zweiten, mehr versicherten Teil ab dem Notabstieg tatsächlich als schwieriger, weil dann Kondition und Kraft spürbar nachlassen. Außerdem ist im zweiten Teil, besonders an der Grieskarscharte, der Weg stellenweise äußerst schlecht markiert. Als Erstbegeher sollte man sich ernsthaft überlegen, den Grat in 2 Tagen, mit Übernachtung im Grathütterl, anzugehen.
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Gemacht am 12.09.2018
Markus Halbig
30.08.2018 · Community
Anspruchsvolle aber sehr lohnende Bergtour mit grandioser Aussicht.
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Sonnenaufgang am "Grathütterl"
Foto: Markus Halbig, Community
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Fotos von anderen

Zwischen Zugspitze und Biwakschachtel
Blick zurück auf die Zugspitze
Wetterumschwung
Vollkarspitze
+ 3

Bewertung
Schwierigkeit
D schwer
Strecke
6,7 km
Dauer
9:00 h
Aufstieg
512 hm
Abstieg
1.422 hm
aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Bergbahnauf-/-abstieg

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