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Bergtour

Achttälertour

Bergtour • Venediger-Gruppe
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DAV Sektion Essen
  • Bonn-Matreier-Hütte
    / Bonn-Matreier-Hütte
    Foto: Sektion Matrei/Osttirol, ÖAV-Hüttenfinder
  • Maurertal
    / Maurertal
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Rostocker und Essener Hütte vom Aufstiegsweg
    / Rostocker und Essener Hütte vom Aufstiegsweg
    Foto: Frank Harting, Frank Harting
  • Symonisee
    / Symonisee
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Essener und Rostocker Hütte vom Normalaufstieg mit Winterhaus rechts
    / Essener und Rostocker Hütte vom Normalaufstieg mit Winterhaus rechts
    Foto: Frank Harting, Bernd Helle
  • Verbindungsweg ERO-Clara Htt.
    / Verbindungsweg ERO-Clara Htt.
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Umbaltal mit Clarahütte
    / Umbaltal mit Clarahütte
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Umbaltal
    / Umbaltal
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Clarahütte mit Wasserschaufelrad
    / Clarahütte mit Wasserschaufelrad
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Wasserrad Clarahütte
    / Wasserrad Clarahütte
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
  • Biergarten Pebellalm
    / Biergarten Pebellalm
    Foto: Frank Harting, DAV Sektion Essen
Karte / Achttälertour
1500 2000 2500 3000 3500 m km 10 20 30 40 50 60 Bonn-Matreier-Hütte Eisseehütte Essener und Rostocker Hütte Clarahütte Pebellalm

Traumhaft unterwegs im Nationalpark Hohe 'Tauern

Von Tal zu Tal in der Venedigergruppe

Die hochalpine, aber eisfreie Achttälertour führt durch die großartige Bergwelt der südlichen Venedigergruppe. Diese abwechslungsreiche Tour ist ideal für alpin erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer und Bergwanderinnen.

Der Ausgangspunkt Obermauern-Budam befindet sich im malerischen Virgental. Über wunderschöne Übergänge gelangt man ins Nill-, Timmel-, Dorfer-, Maurer-, Umbal-, Daber- und Großbachtal, bevor sich in Ströden der Kreis im Virgental wieder schließt. Reizvolle Stützpunkte sind die Bonn-Matreier Hütte, hinter der man auch bereits die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern betritt, gefolgt von der Johannishütte im Schatten des Großvenedigers und der Essener-Rostocker Hütte im Angesicht der eindrucksvollen Eisriesen des Alpenhauptkamms. Weitere Stationen sind die romantische Clarahütte im wilden Umbaltal und die Neue Reichenberger Hütte am zauberhaften Bödensee. Wer genügend Zeit hat, kann dieTour mit einer Übernachtung auf der reizenden Pebellalm am Fuß der Umballfälle in Ruhe ausklingen lassen. Denn von dort aus sind es nur noch 20 Minuten zum Endpunkt der Wanderung in Ströden.

Gipfel und Bergseen am Wegesrand, lassen diese Rundtour für den ambitionierten Wanderer zu einem Hochgenuss werden. Die Lage der Hütten ist erstaunlich schön, die Wegetappen bieten sowohl liebliches Wollgrasgelände, als auch schroffe Schartenübergänge.

schwer
61,5 km
31:12 h
5567 hm
5567 hm

Autorentipp

Wer sich eine Ruhepause gönnen will, bleibt eine weitere Nacht auf der Clarahütte und macht einen Spaziergang über den Gletscherschliff zum Umbalgletscher (ca. 1½ Std.). Je nach Standort sind die Ausblicke auf den Talschluss faszinierend. Es gibt hier auch einen wunderschönen Rundweg von der Clarhütte über das Philip-Reuter-Biwak zum Gletscher und zurück.

Um ausgeruht die Heimreise antreten zu können, sollte man auf der Pebellalm noch einmal übernachten (frühzeitig reservieren!). Krönender Abschluss dieser großartigen Achttälertour könnte dann die Wanderung auf dem Kraft-Natur-Weg entlang der eindrucksvollen Umbalfälle sein, der unmittelbar hinter der Alm beginnt.

outdooractive.com User
Autor
Frank Harting
Aktualisierung: 28.04.2016

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2949 m
1269 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Stuhleralm
Eisseehütte
Bonn-Matreier-Hütte
Reichenberger Hütte (neue)
Clarahütte
Essener und Rostocker Hütte
Nilljochhütte
Islitzer Alm
Pebellalm
Johannishütte

Sicherheitshinweise

Es handelt sich teilweise um  Wegabschnitte schwarzer Einstufung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Orientierungsvermögen ist hier notwendig.

Nur bei guten Sicht- und Wetterverhältnissen emfpehlenswert, bei Regen, Schnee oder Nebel besteht für ungeübte Bergwanderer Absturzgefahr.

Aufgrund der Ausgesetztheit im mittleren Dabertalabschnitt, bei Firn und Schnee nur für geübte Wanderer mit Grödel/Steigeisen und Pikel empfehlenswert. Auf dieser Wegetappe muss immer wieder mit Altschneefelderngerechnet werden.

Ausrüstung

Wanderausrüstung, festes Schuhwerk, je nach Jahreszeit Grödel und Pikel.

Weitere Infos und Links

www.osttiroler-hoehenwege.at

www.huettentrekking.de

www.virgental.at

www.virgentaler-huetten.at

 

Start

Parkplatz Ströden, Virgentaler Talschluss (1402 hm)
Koordinaten:
Geographisch
47.016169, 12.319231
UTM
33T 296259 5210449

Ziel

Parkplatz Ströden, Virgentaler Talschluss

Wegbeschreibung

1. Etappe von Ströden oder Obermauern-Budam zur Bonn-Matreier Hütte

Kurz hinter dem Parkplatz Budam beginnt bereits nach einer Serpentine ein romantischer Almweg, der an kleinen Häusern vorbei zunächst in Richtung Nilljochhütte führt. Der Weg Nr. 922 ins traumhafte Große Nilltal ist phasenweise recht steil. Nach etwa eineinhalb Stunden weist ein Wegschild zur Nilljochhütte, bei der sich eine kleine Pause lohnt: Die Aussicht auf die Lasörlingkette und ins hintere Virgental ist herrlich. Ab hier wird der Weg etwas flacher und führt vorbei an der Talstation der Materialseilbahn (Gepäcktransportmöglich) zur Stühler Alm (2392 m). Eine Rast ist auch an dieser Almzu empfehlen, da der Weg nun zunehmend steiler und steiniger wird. Hier enden die Versorgungswege. Weiter geht es auf einem holperigen Steig durch felsdurchsetztes Gelände. Der Untergrundwechselt nun häufig, immer wieder werden kleine Bäche überwunden. Auf dem letzten Abschnitt ist die Bonn-Matreier Hütte mit ihrer herrlichen Sonnenterrasse bereits in Sichtweite.
Alternativ:
Wer mit dem Pkw anreist beginnt die Tour vom Parkplatz Ströden über  Hinterbichl nach Prägraten und über die Niljochhütte. Es bieten sich verschiedene Varianten an, der auf der Karte eingetragene schöne Weg führt rechts oder südlich der Isel entlang nach Prägraten. Die Tagesetappe von Ströden ist lang, also möglichst früh zum Start der Tour am Parkplatz eintreffen, oder den Bus wählen.

2. Etappe von der Bonn-Matreier Hütte zur Johannishütte

Von der Hütte aus taucht man ein in die faszinierende Welt des Nationalparks Hohe Tauern und folgt dem Weg Nr. 923 zur Eisseehütte. Über ein grobes Geröll- und Plattenfeld, auf dem man Trittsicherheit braucht, geht es in schmalen Serpentinen (Seilsicherungen) auf eine kleine Scharte zum Eselsrücken hinauf. Ohne große Höhenunterschiede zieht sich danach dieser Abschnitt des Venedigerhöhenwegs auf etwa 2500 Metern über einen schmalen, teilweise nur fußbreiten Pfad ins Timmeltal hinüber. Einzige Unterbrechung ist der Ausläufer des Gollings. Der Weg lädt immer wieder zum Verweilen ein, da sich überall herrliche Weit- und Tiefblicke eröffnen. Nach teilweise steilen, verwachsenen Wiesenhängen gelangt man wieder in felsigeres Gelände und bald ist die Eisseehütte (2521 m) in Sicht. Wem diese zweite Etappe zu lang ist, der kann bereits hier übernachten. Für alle anderen geht es nach einer ausgiebigen Rast mit guter Hausmannskost auf dem Weg Nr. 929 über die Kleinitz Alpe zur Zopatscharte (2958 m), bei der etwa 440 Höhenmeter zu überwinden sind. Der Ausblick von der Zopatscharte ins Dorfertal ist fantastisch. Der Abstieg zur Johannishütte kann nun ohne nennenswerte Schwierigkeiten bewältigt werden.

3. Etappe von der Johannishütte zur Essener-Rostocker Hütte

Im Angesicht firnglänzender Venedigergipfel geht es bei der dritten Etappe über das Türmljoch (2790 m) ins Maurertal. Hinter der Johannishütte wird der Zettalunitzachbach gequert, nach kurzem Anstieg muss man sich links halten und die Dorferbachschlucht überschreiten. Der Steig geht auf die Felsstufe des Aderkamms zu, die ziemlich steil nach rechts umgangen wird. Steinmännchen leiten westwärts weiter bergauf, bis das Türmljoch (2790 m) erreicht wird. Tief unten im Maurertal erblickt man bereits das Ziel der heutigen Etappe, die Essener-Rostocker Hütte, darüber glitzern die eisgepanzerten Dreitausender. Bergsteiger und Bergsteigerinnnen mit Klettersteigausrüstung können hier über die mit Drahtseilen und Eisenklammern abgesicherte Nordkante steil und luftig zum Gipfel des Türml (2845 m) steigen. Vom Türml besteht in südlicher Richtung eine einfachere, weglose Abstiegsmöglichkeit. Westlich unter den Felsen vorbei trifft man wieder auf die Hauptroute und steigt über einige felsdurchsetzte Passagen in vielen Kehren ins Maurertal ab. Im Talgrund führt eine Brücke über den Maurerbach, dort folgt man auf der anderen Seite dem Fluss abwärts zur Essener-Rostocker Hütte, die am Fuß imposanter Gletschergipfel liegt. Überzwanzig Dreitausender ragen in ihrer Umgebung empor. Von dersonnigen Terrasse der Hütte hat man dann das Rostocker Eck und die Simonyspitzen im Blick. Nach dem ersten Ausruhen bietet sich ein Abendspaziergang zum Simonysee an (ca.45 Min.) – ein idyllischer Ausklang dieses Tages.

4. Etappe Von der Essener-Rostocker Hütte zur Clarahütte

Die nächste große Herausforderung der Achttälertour ist der Verbindungsweg zur Clarahütte, der bis auf eine Höhe von 2900 Meter hinaufführt. Für diese Etappe sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unbedingt erforderlich. Zunächst geht es auf Weg Nr. 919 hinterder Seilbahnstation entlang, bevor der Steig Richtung Clarahütte abzweigt und hinab zum Schanilbach führt, der überquert wird. Nun geht es ziemlich gradlinig das Schotterfeld unterhalb der Bösen Wand hinauf, deren Ausläufer links umrundet wird, bevor der Pfadsteil bergauf geht. Es folgt eine kurze, leichte Kletterpassage (I) die aber gut abgesichert ist. In vielen Serpentinen windet sich der Pfad nun durch einen Grashang hinauf zum Grat der Bösen Wand. Der Weitblick zur Essener-Rostocker Hütte und auf die herrlichen Gipfel und Gletscher ist großartig. In gebührendem Abstand zur Kante der Bösen Wand geht es auf ein Blockgeröllfeld zu, das zur Hochkarscharte (2889 m) hinaufführt. Die Scharte (Standortpfosten, Wegschild) bietet sich für eine längere Pause an, bevor der Abstieg in das Umbaltal Richtung Wiesbauerspitze (Mullwitzkogel) beginnt. Die Wiesbauerspitze (2767 m) ist einen Abstecher wert, jedoch liegt noch ein steiler Abstieg ins traumhafte Umbaltal vor uns. Dort angekommen steigt man auf Weg Nr. 911 in etwa 45 Minuten auf zur Clarahütte im wild-romatischen Umbaltal.

5. Etappe von der Clarahütte zur Neue Reichenberger Hütte

Der Abstieg ins schmale Dabertal ist ein anspruchsvoller, atemberaubend schöner Wegabschnitt. Von der Hütte aus geht es ein Stück zurück auf dem Weg Nr. 911 bis zur Abzweigung, dann führt der Steig hinab zur Dabertalbrücke, wo der Daberbach in die Isel mündet. Der Weg Nr. 311 windet sich in Serpentinen, teils mit Seilversicherung, durch das Dabertal, immer in Sichtweite des tosenden Bachs tief unten. Waren die Täler bisher schon teilweise steil, so gleicht das Dabertal fast einer engen Schlucht.Bei einer kleinen Jagdhütte wird das Tal wieder weiter und der Weg führt links direkt an der Jagdhütte hoch durch eine herrliche Hochgebirgslandschaft später an der Daberlenke(2659 m) vorbei, auf die am schönen Bödensee reizvoll liegende Neue Reichenberger Hütte zu. Zwischen Jagdhütte und Daberlenke kann man in der recht einsamen Hochebene durchaus auch einmal einige Steinböcke, einen Adler oder einen Bartgeier entdecken.

6. Etappe von der Neue Reichenberger Hütte nach Ströden

Zum Ausklang dieser erlebnisreichen Tourentage in einer wundervollen Hochgebirgsregion führt die Wanderung durch das Großbachtal. Zuerst etwas schroff, dann aber sehr gemütlich ist der Abstieg zur Pebellalm hinab. Das erste Stück führt direkt am See bei der Neuen Reichenberger Hütte entlang zur Bachlenkenscharte hinauf. Schon bald windet sich der Pfad durch Wiesen am Großbach entlang, bis er an der (unbewirtschafteten) Großbachalm auf einen Forstweg stößt. Immer wieder wird nun der Blick frei durch das Großbachtalhinab ins Umbaltal zur kleinen aber feinen Pebellalm am Fuß der Umbalfälle. Nun sind es nur noch 30 Minuten entlang des Güterwegs zurück zum Parkplatz in Ströden

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn über Lienz nach Matrei i. O.
Von Matrei i.O. mit dem Bus nach Virgen Abzweig Obermauern.

Anfahrt

Über Matrei in Osttirol bis in den Talschluss nach Ströden.

Parken

Ströden gebührenpflichtiger Parkplatz Tagesgebühr 5,50 € Wochengebühr 10,00 € (Stand 2014)

Parkplatz Ströden auf hinterbichl.at

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

AV-Führer Venedigergruppe; Bergverlag Rother

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte Venedigergruppe; Nr. 36, 1:25.000 freytag & berndt WK 123 Matrei-Defereggen-Virgental; WK 123, 1:50.000 Kompass Matrei in Osttirol; WK 46, 1:50.000

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
61,5 km
Dauer
31:12 h
Aufstieg
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Abstieg
5567 hm
Rundtour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Geheimtipp ausgesetzt versicherte Passagen

Statistik

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