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Mehrtagestour

20161004 Freistaat Flaschenhals

Mehrtagestour · Romantischer Rhein
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Dieter Holtzsch
  • Da nüber missmr
    / Da nüber missmr
    Foto: Kristina Holtzsch, CC BY-SA, Naturfreunde Görlitz
  • / Burg Pfalzgrafenstein
    Foto: Adolf Bührer, Naturfreunde Zürch
  • / Haupteinheitengruppen des Rheinischen Schiefergebirges
    Foto: derivative work: Elop (Ausschnitt), CC BY-SA, Naturraeumliche Grossregionen Deutschlands plus.png
  • / Kaub, Rheinland-Pfalz. Aufnahme nach dem Bergrutsch von 1876
    Foto: CC0
ft 1400 1200 1000 800 600 400 200 8 7 6 5 4 3 2 1 mi

Nachdem wir die Wirkungsstätte von  Generalfeldmarschall Blücher in Kaub mit der legendären Rheinüberquerung in der Neujahrsnacht 1814 mit der Schlesischen Armee besucht haben durchqueren wir das Gebiet des Freistaates Flaschenhals (1919–1923), der durch mangelhafte geometrische Kenntnisse der alliierten Rheinlandbesetzer nach dem Ersten Weltkrieg entstanden war. Der Freistaat misst am Flaschenboden ca. 10 km und am Flaschenhals nur 100 m.
mittel
13 km
4:15 h
445 hm
444 hm

Kurze Vorschau auf die Tour:

UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Kaub: kleinste Stadt in Rheinland-Pfalz

Zollburg(Burg Pfalzgrafenstein)
- weitere Burgen: "Burg Gutenfels"(Burg Cuba)/Kaub, "Burg Stahleck"/Bacharach, "Burg Hohneck"/Niederheimbach

Bergbau(Rheinisches Schiefergebirge) - Schiefer: "Wilhelm Erbstollen"/Adolfstrasse Kaub(von den Römern für den Bau des Limes verwendet), 

Blücher - Napoleon

Bergsturz neben der Burg 1876

Freistaat Flaschenhals

Niedertal: Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen

Burgruine Nollig − Im 14. Jh zunächst als Fachwerk-Wehrturm als Teil der Stadtbefestigung errichtet

Kaub/Lorch - Weinbau(60 % Riesling, 30 % Spätburgunder und 10 % anderen Rebsorten )

Hier die Eindrücke von Regina:

Laut Plan geht es heute, am 04.10.2016 u.a. zum Freistaat Flaschenhals.

Noch nie gehört, darum doppelt interessant.

Also begeben wir uns mit Bus und Bahn zum Ausgangspunkt nach Kaub, Bundesland Rheinland Pfalz. In Kaub begrüsst uns als erstes das Denkmal des königlich-preußischen Generalfeldmarschalls Blücher. Dieser hat im Jahr 1814 im Kampf gegen Napoleon an dieser Stelle als Befehlshaber der Schlesischen Armee den Rhein überquert. Ein Gruppenfoto vor seinem Denkmal ist Pflicht.

Um 10.00 Uhr fährt die geplante Fähre bis zur Rheinmitte zur Burg Pfalzgrafenstein(1326).

Diese diente von Anfang an der Erhebung von Zöllen. Eine kurze Besichtigung ist angesagt und interessant. Nur geht es Ulrike nicht so gut, was man ihr auch ansieht. Wir drücken Daumen, damit es bald besser wird.

Nachdem wir die alte Zollstation verlassen haben geht es mit der Fähre wieder zurück und die eigentliche Wanderung über einen Teil des Rheinsteiges beginnt.

Dieses mal durchwandern wir ein Waldgebiet, schauen aber immer wiedermal auf den Rhein unter uns. Um das zu sehen, mussten wir ganz schön nach oben steigen. Aber der Ausblick, die kleinen Impressionen am Wegesrand, entschädigen.

Nun endlich befinden wir uns im Freistaat Flaschenhals. Diesen Namen erhielt ein schmales Gebiet zwischen dem Rhein und dem unbesetzten Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau das nach Ende des 1. Weltkrieges unbesetzt blieb.

Wir durchwandern einen Teil dieses „Freistaates“ bis Lorch. Dabei durchqueren wir einen fast geschlossenen Eichenwald. Dunst ist unser ständiger Begleiter und alles wirkt geradezu mystisch. Gegen Mittag plagt uns so langsam der Hunger und die Rucksackverpflegung muss ran. Schubis sind vorausgegangen und kommen kurz zurück. „Wir sind beim Federweißer“ - ist ihre Nachricht. Wo, wie, was – Federweisser? Mitten im Wald? Wir trauen unseren Augen nicht. Wir hätten nur 100 m weiter laufen müssen, um auf einen Waldimbiss der besonderen Art zu stosssen.

Es gibt Federweisser, Bier, Kaffee, Wasser, Zwiebelkuchen... und... frisch gegrillte Bratwurst.

Wir sind hellauf begeistert, besonders vom sehr naturbelassenen und trotzdem stilvollen „Waldwirt“, oder besser ‚Waldschrat‘??? Das ganze Ambiente incl. selbstgebautem Grill und die tolle Bewirtung machen das Abschiednehmen schwer.

Stimmungsvoll, mit vollem Bauch verlassen wir diese gastliche Stätte und wandern weiter durch die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal.

Ein klein wenig sind wir vom Rheinsteig abgewichen und laufen den Burgen-Rheinsteig. Allerdings erleben wir nur eine einzige Burg, und die ist auch nur noch Ruine in Privatbesitz.

Der Rhein, der uns ständig begleitet, führt Niedrigwasser und es ist schon seltsam, so viele Sandbänke zu sehen.

Nachdem wir einige Kilometer hinter uns gebracht haben, machen wir Pause, schauen von oben auf den Rhein und singen aus voller Brust das Lied der Loreley.

Nun, wer heraufgestiegen ist muss auch wieder runter und so wählen wir den zwar kurzen aber doch komplizierteren Weg nach unten. Dieser Klettersteig ist mit Seilen gesichert und nicht leicht zu gehen. Bewundernswert ist, wie Hartmut den Abstieg meistert. Wir kommen in Lorch an und Dieter erzählt uns dass es in Lorch „ganz zufällig“ das Weingut Rößler gibt, welches wir unbedingt aufsuchen müssen. Gesagt, getan, die Meisten sind dafür und wir durchwandern Lorch.

Wir finden besagtes Weingut und begeben uns in den Gewölbegastraum. Natürlich kennen Dieter und Ulrike die Wirtsleute und es gibt ein fröhlich Wiedersehen.

Urig, so wie man sich einen in Fels geschlagenen Weinkeller vorstellt, ist es hier.

Wir fühlen uns sofort wohl. Essen und Trinken werden bestellt und wir erfahren was „Spundkäs“ ist. Hier im Gastraum ist der Freistaat Flaschenhals allgegenwärtig und wir machen uns ein bisschen schlauer, was dieses Thema betrifft.

Unser Wiesbadener Dieter erzählt seine persönlichen Erlebnisse vom 1. Jahrestag der Partnerschaft Wiesbaden/Görlitz, auch von der Aufbruchstimmung, die damals herrschte. Wir hören interessiert zu und alle sind mit Allem zufrieden.

Nach kurzer Zeit stossen zwei Musikanten zu uns, die die Stimmung so richtig zum Kochen bringen. Ungeahnte Talente werden geweckt. Gitarre spielen (für‘s Foto), und verloren geglaubte Liedtexte sind plötzlich wieder da. Ein toller Tag neigt sich dem Ende entgegen.

Mit dem Zug geht es zurück in‘s „Heidehäuschen“. Ulrikes Suppe und Äppelwoi sind Anlass für einige Wanderfreunde noch bis nach Mitternacht munter zu bleiben. Die Anderen gehen singend und summend schlafen.

Autorentipp

Kaub

  • Übersetzen mit der Fähre zur Burg Pfalzgrafenstein
  • Reste der Stadtbefestigung(teilweise begehbar, bei Hochwasser als Notweg)
  • Blüchermuseum ist im ehemaligen Gasthaus Zur Stadt Mannheim

Lorch

  • Besuch des Ministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in seiner musikalischen Kellerresidenz. Spezialität: weltmeisterlicher Super-Spundekäs(nicht von der Ziege Felix; Urige Winzerwirtschaft, Rheinstr. 20 an der Eisenbahn).

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
260 m
Tiefster Punkt
71 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Kettengesicherter Abstieg bei Lorch
bei Regen rutschiger Schiefer

Lorchhausen(km 8 - hier Abbruch möglich)

Weitere Infos und Links

Freistaat Flaschenhals

Start

Bahnhof Kaub (Rheinland-Pfalz) (85 m)
Koordinaten:
DG
50.083452, 7.768915
GMS
50°05'00.4"N 7°46'08.1"E
UTM
32U 411925 5548635
w3w 
///linke.zulauf.wohl

Ziel

Bahnhof Lorch (Hessen)

Wegbeschreibung

Bahnhof

Insel - Pfalzgrafenstein

Blücherdenkmal

Stollen/Turm

Rheinsteig-Zuweg Kaub(Feldweg Rheingauer-Riesling-Pfad) leicht links einbiegen - Bank mit Aussicht - Hochstand - Picknickplatz an der Landesgrenze Hessen - Aussichtspunkt Kauber Blick - Picknikplatz: Quelle Brunnen Obertal  - Aussichtspunkt Wirbellay(unterhalb des Engweger Kopfes 356 m)

Lorchhausen(km 8 - hier Abbruch möglich):
Clemenskapelle - Picknickplatz "Ruine Nolig" --> steiler Pfadabstieg(Wanderweg) nach Lorch

Weiselbergstrasse runter - kurz links in die Wisperstrasse - dann sofort rechts über die Brücke über die Wisper ins Mosergässchen --> weiter über die Gässchen zum Markt und der Pfarrkirche St. Martin - die Oelgasse zur Rheinstrasse hinunter und links weiter bis zum Bahnhof

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Zug

  • rechte Rheinseite: über Wiesbaden oder Koblenz - Rheingaulinie SE 10
  • linke Rheinseite: bis Niederheimbach und dann mit der Fähre nach Lorch

Bus

  • Hessenseite bis Lorch/Lorchhausen 170, 193
    Regionalbus 171 Lorchhausen − Rüdesheim − Wiesbaden, · fährt 1x mittags und 1x nach Mitternacht

Schiff

  • Fähre: Lorch - Niederheimbach am linken Rheinufer
  • Schiffe der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG

Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV

Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM

Anfahrt

PKW

  • rechtsrheinisch: B 42
  • linksrheinisch: B 9 und dann Fähre noch Kaub oder Lorch
  • von NW: „Bäderstraße“ (Wiesbaden – Schlangenbad – Nassau) bei Ramschied durch das malerische Wispertal nach Lorch

Parken

Parkplätze zwischen dem Bahndamm und der B 42 am Rheinufer

Koordinaten

DG
50.083452, 7.768915
GMS
50°05'00.4"N 7°46'08.1"E
UTM
32U 411925 5548635
w3w 
///linke.zulauf.wohl
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Festes Schuhwerk, Regenschutz

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
13 km
Dauer
4:15h
Aufstieg
445 hm
Abstieg
444 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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