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1_23 Über Hagenhausen zum geschichtsträchtigen Gnadenberg

Wanderung · Nürnberger Land
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  • Kath. Kirche Hagenhausen
    / Kath. Kirche Hagenhausen
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Gasthaus "Zur Linde" in Hagenhausen
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Gnadenberg
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Gnadenberg
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Gasthof zum Kloster in Gnadenberg
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Gnadenberg
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Kloster Gnadenberg
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Kloster Gnadenberg
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Klostermühle
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Michaelskirche in Rasch
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Michaelskirche in Rasch
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
  • / Schwarzachbrücke bei Rasch
    Foto: Helmuth Gatti, DAV Sektion Altdorf
m 460 440 420 400 380 360 14 12 10 8 6 4 2 km
Die Rundwanderung führt vom Bhf Altdorf über Hagenhausen mit der Marienkirche Maria Dolorosa zum geschichtsträchtigen Gnadenberg mit der Ruine des Birgittenklosters und der Klostermühle. Der Rückweg erfolgt über Rasch  mit St. Michaelskirche nach Altdorf.
mittel
14,3 km
4:00 h
145 hm
145 hm

Hagenhausen: Noch bevor Altdorf 1129 in den schriftlichen Quellen festgestellt wird, besitzt "Hagenhausen" bereits seit 1072 den Nachweis der 950 Jahre alten Marienkirche. Es gab auch einen stattlichen Herrensitz (vermutlich das "Öde Schloss"), der aber schon 1560 verfallen ist. Lange Zeit stand in Hagenhausen auch eine Papier- und Mahlmühle, die vorhandene Wasserkraft des Raschbachs nutzte. Der Raschbach trennte ab dem 16. Jhdt. Hagenhausen geopolitisch und konfessionell. Der westliche Ortsteil  war im Herrschaftsbereich des ev. Pflegeamtes Altdorf; der östliche im kath. kurbayerisch-pfälzischen Gebiet.

Marienkirche "Santa Maria Dolorosa": Die sogenannte Chorturmkirche gehört zu den ältesten des Altdorfer Landes. Sie wurde 1072 durch Bischof Gundekar II. von Eichstätt geweiht. Das Wappen von Kaspar Schweppermann zu Grünsberg mit den 5 Eicheln auf dem Schild ist nicht zu übersehen, wenn man die Stufenhinauf zum Kircheneingang geht. Sehenswert ist die Innenausstattung: Die Pieta am Hauptaltar stammt aus dem 14. Jhdt. die Madonna mit dem Kind, das eine silberne Taube hält, im linken Seitenaltar ist ca. 500 Jahre alt. Franz Xaver Roth schuf die hinter Glas gemalten 14 Kreuzwegstationen.

Gnadenberg und das Birgittenkloster

Das Kloster wurde auf Bitten der Pfalzgräfin Katharina von Pommern gestiftet. Sie war in Vadstena/Schweden im Birgittenkloster erzogen worden. Ihr Ehemann Pfalzgraf Johann von Neumarkt kaufte den Eichelberg (das heutige Gnadenberg) an der Grenze zum Nürnberger Land.

Gnadenberg war 1426 die erste Klostergründung des Birgittenordens in Süddeutschland und darüber hinaus Mutterkloster. Am 15.6.1438 weihte Bischof Albert von Eichstätt das Kloster und legte den Grundstein zum Bau der Kirche.

Während des 30-jhr. Krieges steckten 1635 schwedische Truppen die Kirche und das Kloster in Brand. Tragisch war, dass ausgerechnet die Landsleute der hl. Birgitta den völligen Ruin verursachten. Von der Klosterkirche (früher 70 m lang und 37 m breit) sind heute nur Mauerreste zu sehen, die von dem eindrucksvollen Bauwerk zeugen.

Am Friedhof vorbei führt ein Sträßchen nach Unterölsbach. Etwa 100 m vor der Autobahnunterführung liegt links im hinteren Teil des Grundstücks die ehemalige Klostermühle.

Klostermühle Gnadenberg

Die Klostermühle war die wichtigste Versorgungseinrichtung des Klosters, denn sie lieferte Mehl für die ca. 80 Personen im Kloster. Sie wurde 1435 erstmals erwähnt und war ein Geschenk des Neumarkter  Pfalzgrafen Johann an das Kloster.

Die Klostermühle wurde wie das Kloster während des 30-jhr. Krieges zerstört und 17001 an einer anderen Stelle neu errichtet. Zu Beginn des 20.Jhdt. wurde das Sägewerk noch betrieben und mit dem eingebauten Generator die nähere Umgebung mit Strom versorgt. 1964 zerstörte ein Hochwasser das Wehr, sodass der Mühlenbetrieb eingestellt werden musste.

Am Ende des 20. Jhdt. stand die Klostermühle vor dem endgültigen Verfall.  Dank großzügiger Unterstützung wurde sie ab 1999 in Stand gesetzt und zu einem Heimat- und Mühlenmuseum umgebaut.           Anm.:  Zur Zeit nicht geöffnet.

Rasch: Wahrscheinlich bereits im 7./8. Jhdt. als eine frühe Flussufersiedlung mit erster Missionskirche in der Region entstanden; vermutlich der Vorläufer der heutigen St. Michaelskirche. Das Areal um Kirche und die Schäferkapelle wurde zu einer Kirchenburg mit Gräben, Mauern und Torturm ausgebaut. Zusammen mit dem heutigen Pfarrhaus, das ehemals als Herrensitz adliger Geschlechter diente, befinden wir uns auf einem der geschichtsträchtigsten Böden des Altdorfer Landes.

Die St. Michaelskirche war die Mutterkirche  Altdorfs und als Urpfarrei für Feucht, Kornburg, Mögeldorf und Leinburg zuständig. Der Bau stammt aus dem 11./12. Jhdt. Neben einigen Bronze-Epitaphien aus dem 16. Jhdt. und einem großen Fresko des Hl. Michael sind die Altarflügel besonders bemerkenswert. Die dargestellten Heiligen stammen sehr wahrscheinlich aus der Werkstatt von Michael Wohlgemuth, wo auch Albrecht Dürer gelernt hatte. Auch die Anbetung des Kindes durch die drei Weisen, die Verkündigung Mariens und das Pfingstwunder auf der Rückseite der Flügel sollte man nicht übersehen. Der Charakter der Wehrkirche ist heute nur noch an der Lage und den mächtigen Friedhofsmauern erkennbar.

Autorentipp

Marienkirche "Maria Dolorosa" in Hagenhausen

Ruine des Birgittenklosters / Klostermühle in Gnadenberg

St. Michaelskirche in Rasch

Profilbild von Helmuth Gatti
Autor
Helmuth Gatti 
Aktualisierung: 11.02.2021
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
459 m
Tiefster Punkt
373 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Einkehrmöglichkeiten:

"Gasthof zum Kloster" Gnadenberger Str. 16 in Gnadenberg
Tel. 09187 5510

"Gasthaus Zur Linde"  Im Roten Stein 1 in Hagenhausen Tel.: 09187 6503 Sonn- und Feiertage  Di - Fr: ab 17:00  Ruhetage: Mo und Sa  Gruppen bitte anmelden

Start

Bahnhof Altdorf (439 m)
Koordinaten:
DG
49.390574, 11.352244
GMS
49°23'26.1"N 11°21'08.1"E
UTM
32U 670692 5473536
w3w 
///insel.zelte.totaler

Ziel

Bahnhof Altdorf

Wegbeschreibung

Der Startpunkt ist die Wandertafel am Bahnhof Altdorf. Der Weg nach Hagenhausen ist mit der Wegmarkierung 6 gekennzeichnet. Über den östlichen Teil des Parkplatzes gelangen wir zur Straße "Am Berglein", weiter zur Kreuzung in die "Meergasse". Dann am Schwimmbad vorbei in der Hagenhausener Str. über den Kreisverkehr in die Schwandorfer Str. und hinaus auf dem Weg 6 bis Hagenhausen.

Nach dem Gasthaus "Zur Linde" biegt der Weiterweg nach einer großen Rechtskurve  zunächst auf der wenig befahrenen Straße nach Gnadenberg (Schild "Gnadenberg"beachten).  Nach ca. 200 m führt links der "Frankenweg" über den Klosterberg direkt nach Gnadenberg.

Der Weiterweg führt auf dem Fußweg unterhalb von Gnadenberg Richtung Rasch. Wir überqueren die Schwarzach,unterqueren die BAB A3 und kommen nach Rasch zum "Am Finkenbühl". Über die Kreuzung und  über "Am Kirchenbühl" kommen wir zur Michaelskirche.

Der Weiterweg führt unterhalb der Kirche rechts zu der Brücke über die Schwarzach. Wir folgen dem Pfad bis zur Strasseneinmündung, wo wir erst kurz rechts und dann links auf dem Weg hinaus Richtung Lenzenberg gehen. Nach einem kleinen Wäldchen erreichen wir die Siedlung Lenzenberg. Rechts durch die Autobahnunterführung , dann links am FCA-Sportgelände vorbei gehen wir auf direktem Weg zum Bahnhof Altdorf.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

S-Bahn Hbf Nürnberg nach Altdorf

Anfahrt

BAB A6 Abfahrt Leinburg / Altdorf

BAB A3 Abfahrt Altdorf / Burgthann

Koordinaten

DG
49.390574, 11.352244
GMS
49°23'26.1"N 11°21'08.1"E
UTM
32U 670692 5473536
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///insel.zelte.totaler
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
14,3 km
Dauer
4:00h
Aufstieg
145 hm
Abstieg
145 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch kinderwagengerecht barrierefrei hundefreundlich

Statistik

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