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Mehrtagestour

10 Rupertiweg , E20 Reißeck-Höhenweg: Arthur-von-Schmid-Haus - Reißeckhütte

Mehrtagestour • Hohe Tauern (Kernzone II und Sonderschutzgebiete), Kärnten
  • Arthur-von-Schmid-Haus
    / Arthur-von-Schmid-Haus
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Beschilderung ab Bahnhof Mallnitz
    / Beschilderung ab Bahnhof Mallnitz
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Angegebene Wegzeit 8-9 Stunden
    / Angegebene Wegzeit 8-9 Stunden
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Altehrwürdiges Schutzhaus am Dösener See
    / Altehrwürdiges Schutzhaus am Dösener See
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Blick vom Seeschartl zurück zum AvS-Haus
    / Blick vom Seeschartl zurück zum AvS-Haus
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Auf dem Zwenberger Törl
    / Auf dem Zwenberger Törl
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Blickrichtung Oberer Zwenberger See (verdeckt)
    / Blickrichtung Oberer Zwenberger See (verdeckt)
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
  • Reißeck-Hütte
    / Reißeck-Hütte
    Foto: Martin Marktl, ÖAV Sektion Weitwanderer
Karte / 10 Rupertiweg , E20 Reißeck-Höhenweg: Arthur-von-Schmid-Haus - Reißeckhütte
2400 2600 2800 3000 m km 2 4 6 8 10 12 14 Arthur-von-Schmid-Haus Kaponig-Biwak Mooshütte
Wetter

Hochalpine Gebirgsüberschreitung der Reißeckgruppe. Für den gesamten Weg sind 8-9 Stunden Minimum einzuplanen. Für den Zu- und Abstieg der beiden Startpunkte (Schutzhütten) ist jeweils ein weiterer Halbtag einzuplanen.

schwer
15,2 km
9:00 Std
1200 m
1200 m
alle Details

Beim Arthur-von-Schmid-Haus nimmt der Reißeck-Höhenweg seinen Ausgang, ein alpiner, durchaus ernst zunehmender Übergang, der vor allem bei Nebel und ungünstigen Wegeverhältnissen (Altschneefelder, Eisglätte usw.) nicht unterschätzt werden darf. Trittsicherheit und Ausdauer, eine stabile Wetterlage im Hochsommer sowie zweckmäßige Ausrüstung, u. U. Steigeisen, sind für die Begehung dieses Weges Voraussetzung.

Autorentipp

Vorschlag zum Zeitplan

Tag 1: Anreise nach Mallnitz und Aufstieg zum Arthur-von-Schmid-Haus auf 2281 m Seehöhe (1100 Aufstiegshöhenmeter, mittlere Alpintour auf guten Wegen). Übernachtung im Schutzhaus.

Tag 2: Reißeck-Höhenweg, 17 km, 1200 Höhenmeter. Der Weg führt fast ausschließlich durch Blockgestein - schwierig bei Nässe! Auch bei Schönwetter sind kaum mehr als 2 Kilometer pro Stunde drinnen. Kurze seilversicherte Stelle, unkritisch. Bis zum Kaponigtörl starke Markierungsmängel, Orientierung bei Nebel sehr schwierig! Übernachtung in der Reißeckhütte. Alpenvereinsmitglieder können auch eine Übernachtung in der Mooshütte in Betracht ziehen (versperrt - vorab AV-Schlüssel organisieren!)

Tag 3: Abstieg nach Mühldorf oder (schöner) über Roßalmscharte und Kohlmaierhütte.

outdooractive.com User
Autor
Martin Marktl
Aktualisierung: 15.09.2017

Schwierigkeit schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2789 m
2270 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Streckentour
Etappentour
aussichtsreich
geologische Highlights


Sicherheitshinweise

Keine Einkehr / Unterstandsmöglichkeit zwischen Kaponigbiwak (unversperrt, unmöbliert, keine Heizmöglichkeit, Decken und Erste-Hilfe-Kasten vorhanden) und Mooshütte (versperrt, AV-Schloss).

Für Rupertiweg-Weitwanderer: Falls die Begehung des Höhenweges nicht ratsam erscheint, kann man von Mallnitz auf dem markierten Alpe-Adria-Trail (ca. 35 km) über Obervellach – Danielsberg – Hühnersberg wandern. Beim „Kreuz“ - einer kleinen Kapelle - trifft man wieder auf den Rupertiweg. Nächtigung in den genannten Orten möglich.


Ausrüstung

Der Höhenweg verläuft größtenteils über Blockgestein. Rutschfeste Sohlen sind bei der ohnehin langen Tour Pflicht, da man sonst unterwegs zuviel Zeit für die Suche nach dem "sicheren" nächsten Schritt aufwendet.

Allgemeines: Regen-, Kälte-, Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, Mobiltelefon (Euro-Notruf 112), ausreichend Flüssigkeit, GPS oder Wanderkarte der Region


Weitere Infos und Links

Für die Besteigung des Säuleckes ist ein zusätzlicher Tourentag einzuplanen.

Informationen zu den österreichischen Weitwanderwegen siehe http://www.alpenverein.at/weitwanderer/

Sperren, Wegänderungen etc.: http://www.alpenverein.at/weitwanderer/home/news/Neues_fuer_Weitwanderer.php

Start

Arthur-von-Schmid-Haus, 2281 m (Nächtigung nach Zustieg am Vortag) (2273 m)
Koordinaten:
Geogr. 46.989018 N 13.267120 E
UTM 33T 368231 5205401

Ziel

Reißeckhütte, 2287 m

Wegbeschreibung

[Aus dem Wanderführer Weitwanderweg 10 - Rupertiweg, erschienen im Eigenverlag der ÖAV Sektion Weitwanderer]

 

Vom Arthur-von-Schmid-Haus gelangen wir rechts (gegen den Uhrzeigersinn) um den See auf einen gut markierten Weg. Dieser windet sich auf ausgelegten Steinplatten und mit zunehmender Steilheit zum Seeschartl hinauf. Die Steiganlage ist hin und wieder verblockt, doch wir finden immer guten Tritt auf den mit großer Mühe errichteten Stufen. Eine ausgesetzte, mit einem Drahtseil gesicherte Steilstufe bringt uns dann aus dem Schuttkar heraus und hinauf zum Seeschartl.

Vor uns liegt ein weites Kar, das in den hinteren Kaponiggraben ausläuft. Auf gut markiertem Steig gehen wir, leicht ausgesetzt, unter dem Tullaten Nock hinüber bis unter die Dösner Spitze, überschreiten noch einmal zahlreiche Steinplatten, bis wir auf einem kleinen Schartl stehen. Über eine Steintreppe steigen wir ab, durchqueren eine Mulde und müssen jenseits in eine weitere namenlose Scharte hinauf. Danach queren wir einen steilen felsigen Hang, der Aufmerksamkeit und Vorsicht erfordert. Wir kommen wieder auf einen sicheren Pfad, der einen Rechtsbogen bis hin zum Kaponig-Biwak im Bereich der Pfaffenberger Seen beschreibt.

Dieses über dem Unteren Pfaffenberger See stehende Biwak dient als willkommener Unterstand und Rastplatz vor allem für Bergwanderer, die von der Reißeckhütte zum Arthur-von-Schmid-Haus gehen. Das Kaponigtörl zwischen den Pfaffenberger Nocken und dem Tristenspitz erreichen wir nach einer Querung auf gutem Steig. Wir kommen dabei am Oberen Pfaffenberger See vorbei, der meist von Eis bedeckt ist, danach durch eine mäßig steile Schneemulde, zuletzt durch sehr stark verblocktes Gelände – manchmal unter Zuhilfenahme der Hände. Vom Kaponigtörl überblicken wir das Gößtal und das Hohe Gößkar mit der Hochalmspitze. Wir halten uns nun rechts, queren die Ostflanke des Tristenspitz in einem mühsamen, bei Altschnee besondere Vorsicht gebietenden Anstieg, der über feinkörniges, schmieriges Geröll zu einem Grat führt. Diese Stelle wird mit Zwenberger Törl bezeichnet.

Von hier aus können geübte Bergsteiger in Gratnähe den Tristenspitz (2930 m) ersteigen, einen wenig besuchten Gipfel, der jedoch großartige Rundblicke bietet.Wir folgen auf unserem Höhenweg zunächst dem Grat, halten uns jedoch bald auf die rechte Seite, um die Westflanke des Riekenkopfes zu queren und die Zwenberger Scharte zu erreichen. Wir steigen danach ein kurzes Stück von der Scharte ab, folgen einem durch Blockwerk führenden Steig, an imposanten Felstürmen vorbei, bis wir moosige, feuchte Grasmulden betreten und zu einer großen Quelle kommen. Von hier erreichen wir in etwa ½ Std. die Mooshütte und müssen dabei der Staumauer des Stapniksees folgen, in dessen grünem Wasser sich bei Schönwetter die Wände des Riekener Sonnblicks (2876 m), des Zaubernocks (2944 m) und des Großen Stapniks (2872 m) spiegeln. Eisenreste erinnern hier an die einstige Großbaustelle. Von der Mooshütte aus könnte das Große Reißeck (2965 m) über die Kalte-Herberg-Scharte erstiegen werden, wenn dies nicht erst später vom Riekentörl aus geplant ist. (Letzteres wird aber ob der Länge und Mühsamkeit wohl eher dem nächsten Tag vorbehalten bleiben.)

Bodenmarkierungen leiten uns vorbei am Kesselesee zum Riekentörl, von wo aus wir das Hochtal mit dem Kleinen und Großen Mühldorfer See sowie im Hintergrund die Kleine Leier (2662 m) und die Hohe Leier (2774 m) erblicken. Auf unserem Weg steigen wir schließlich vom Riekentörl bis nahe an die genannten Seen hinab und gelangen in etwa ¾ Std. zur Reißeckhütte (2287 m), die sich von der nackten, unmittelbar hinter der Hütte aufragenden Staumauer des Großen Mühldorfer Sees abhebt.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Bahnhof Mallnitz. Der Zustieg vom Bahnhof zum Arthur-von-Schmid-Haus ist durchgängig markiert (Weg 10 - Rupertiweg).

Anfahrt:

Der Wandererparkplatz des Arthur-von-Schmid-Hauses befindet sich auf 1450 m Seehöhe und ist von Mallnitz aus beschildert (nähe Bahnhof).

Parken:

Mallnitz Bahnhof, Wandererparkplatz Dösener Tal.


Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

10 Rupertiweg: Vom Böhmerwald zu den karnischen Alpen, von: OEAV Sektion Weitwanderer, Verlag: OEAV WW, EAN: 9995170100265

erhältlich bei freytag & berndt (Webshop)

Kartenempfehlungen des Autors

ÖK 50, Blätter 181 oder 3104 (Obervellach), 182 (Spittal an der Drau) bzw. 3105 (Millstatt); F&B WK 225 (Mölltal – Drautal), 221 (Liesertal – Millstätter See); Kompass WK 50 (Nationalpark Hohe Tauern).

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Schwierigkeit schwer
Strecke 15,2 km
Dauer 9:00 Std
Aufstieg 1200 m
Abstieg 1200 m

Eigenschaften

aussichtsreich

Wetter Heute

Statistik

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