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Reisebericht

Auf den Spuren von Religion und Geschichte in Jerusalem

· 1 Bewertung · von Lena Wiesler · 22.07.2020 · Reisebericht · Israel
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  • Blick auf den Tempelberg und die Altstadt Jerusalems
    Blick auf den Tempelberg und die Altstadt Jerusalems
    Foto: Noam Chen, Israeli Ministry of Tourism
Die Juden nennen die Stadt „ir HaKodesh“, die Christen „Terra Sancta“ und die Muslime „al-Quds“: Jerusalem. Eines vereint die drei Religionen – alle bezeichnen sie als „Heilige Stadt“. Jerusalem gehört zu den ältesten Städten der Welt und beherbergt zentrale Stätten der drei großen Buchreligionen sowie archäologische Schätze aus vielen Jahrtausenden, die auf einzigartige Weise in der Stadt vereint sind. Wir machen uns auf den Weg, um diese Vielfalt zu erkunden.

Jerusalem ist wie ein großes buntes Mosaik. In keiner anderen Stadt liegen Geschichte und Moderne so nah beieinander und treffen so viele Traditionen, Kulturen und Religionen auf engstem Raum aufeinander. Das reiche geschichtliche Erbe Jerusalems ist tief verflochten mit dem pulsierenden Leben der Hauptstadt.

Unterwegs in der Altstadt

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Jerusalems und die heiligsten Stätten der drei Buchreligionen befinden sich in der 1 km² großen Altstadt. Sie ist von einer Mauer umschlossen und in vier Viertel geteilt: das armenische, das christliche, das jüdische und das muslimische.
Stadtrundgang · Yerushalayim (Jerusalem)
Stadtrundgang durch die Altstadt Jerusalems
empfohlene Tour Schwierigkeit leicht
Strecke 4,3 km
Dauer 1:30 h
Aufstieg 97 hm
Abstieg 105 hm

Kulturell und historisch interessanter Stadtrundgang durch die Altstadt Jerusalems, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten

von Lena Wiesler,   Outdooractive Redaktion
Die Mauer verfügt über acht prachtvolle Tore, die aber teilweise zugemauert wurden und daher nicht mehr als Eingang genutzt werden können. Das bekannteste Tor ist wahrscheinlich das Jaffa-Tor im Westen. Schmale Gassen und Treppen aus Kopfsteinpflaster führen in der Altstadt durch die unterschiedlichen Viertel. Im arabischen Viertel prägen Basare, Stände mit Gewürzen, Nüssen, getrockneten Feigen und Datteln das Stadtbild und der Duft des Orients hängt in der Luft.
In der Via Dolorosa treffen wir Christen, die religiöse Lieder singend mit Gitarre und großem Holzkreuz durch die Straße ziehen. Sie stellen den Leidensweg Jesu Christi nach und haben dabei ein Ziel: die Grabeskirche mit der Grabeskapelle, der überlieferte Ort des Grabes Jesu. Die hauptsächlich im arabischen Viertel gelegene Via Dolorosa führt uns an insgesamt 14 Stationen des Kreuzweges vorbei: vom ehemaligen Amtssitz des Pilatus‘ zum Gelände der früheren Festung Antonia nahe dem Löwentor bis zur Grabeskirche.
Blick über die Grabeskirche
Blick über die Grabeskirche
Einige Straßen weiter wechselt plötzlich das Erscheinungsbild der Menschen: Orthodoxe Juden mit weißen Hemden, eleganten schwarzen Hosen und schwarzen Mänteln kommen uns entgegen. Zum Zeichen der Ehrfurcht vor Gott tragen sie auf dem Kopf eine Kippa oder zylinderartige Hüte, darunter kommen dunkle Korkenzieherlocken zum Vorschein. Die Klagemauer, eine religiöse Stätte der Juden, ist nicht weit. Viele der mächtigen Steinblöcke, aus denen die Mauer – von den Juden meist westliche Mauer oder Kotel genannt – erbaut ist, bestehen aus dem Jerusalemer Meleke-Kalkstein, der einst am nördlichen Stadtrand gewonnen wurde. Hier treten täglich hunderte Menschen an die Mauer heran, um Gebete auszusprechen oder aufgeschriebene Wünsche in die Spalten der Mauer zu stecken. Frauen rechts, Männer links – getrennt durch eine Wand.
Der Tempelberg ist hingegen für alle drei Religionen – Judentum, Christentum und Islam – von herausragender Bedeutung. Sie verbinden mit dem Tempelberg, einem Hochplateau, viele bedeutende Ereignisse in ihren religiösen Überlieferungen. Gerade deshalb ist er aber gleichzeitig auch einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt. Das Hochplateau in der Altstadt von Jerusalem oberhalb des Kidrontales wurde vor rund 200 Jahren von Herodes errichtet. Ursprünglich standen auf dem Plateau der Salomonische Tempel und der Herodianische Tempel, heute befindet sich dort der Felsendom.
Blick auf die Klagemauer, im Hintergrund der Tempelberg
Blick auf die Klagemauer, im Hintergrund der Tempelberg

Vor den Toren der Altstadt

Bei dieser Fülle an historisch und kulturell bedeutenden Stätten und Sehenswürdigkeiten ist es kein Wunder, dass die Altstadt Jerusalems seit 30 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
empfohlene Tour Schwierigkeit leicht
Strecke 6,5 km
Dauer 2:00 h
Aufstieg 88 hm
Abstieg 74 hm

Kulturell und historisch interessante Tour im Westen Jerusalems mit Besuch des Israelischen Parlaments, des Israel Museums und der Holocaust ...

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von Lena Wiesler,   Outdooractive Redaktion
Aber auch außerhalb der Altstadt gibt es einiges für uns zu entdecken. Interessiert an Kunst und Kultur statten wir dem Israel Museum einen Besuch ab. Es ist die größte Kultureinrichtung des Landes und zählt international zu den führenden Museen für bildende Kunst und Archäologie. Wir tauchen in die bewegende Geschichte des Landes und die Entwicklung des Judentums ein. Im Freunde von Zion Museum erfahren wir mehr über den Zionismus, spektakulär mit neuester Technologie erzählt.
Nicht weit vom Israel Museum entfernt stoßen wir auf die Knesset, das Israelische Parlament. Es besteht aus 120 Abgeordneten, die auf vier Jahre gewählt werden. Historisch gesehen hat die Knesset, die am 14. Februar 1949 zu ihrer ersten Sitzung zusammentrat, eine lange Geschichte. Der hebräische Name Knesset leitet sich von „Knesset Ha-Gdola“ ab und bedeutet „Große Versammlung“. Das Buch Nehemia, in dem beschrieben wird, wie zur Zeit des zweiten Tempels 120 Gelehrte zur großen jüdischen Ratsversammlung geladen wurden und das öffentliche Leben regierten, diente als Grundlage für den Namen des Parlaments und die Anzahl der Abgeordneten.
Ebenso geschichtlich geprägt ist die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, die wir als nächstes besuchen. Die „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“ wurde 1953 durch einen Beschluss der Knesset gegründet und erinnert an die nationalsozialistische Vernichtung der Juden. In Verantwortung für die Vergangenheit und die Zukunft sowie im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus sollen hier die Erinnerungen an den Holocaust wachgehalten werden.
Die Menora, der siebenarmige Leuchter vor der Knesset
Die Menora, der siebenarmige Leuchter vor der Knesset
Was wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen lassen wollen, ist die Davidstadt. Südlich der Altstadtmauern treffen wir auf den ältesten besiedelten Teil der Stadt. Hier befindet sich auch die wichtigste archäologische Fundstelle des biblischen Jerusalems. Staunend besichtigen wir auch den Hezekiah’s Tunnel, der laut Bibel 701 v. Chr. erbaut wurde, um die Gihonquelle vor den Assyrern zu schützen.
Historische Stätte · Yerushalayim (Jerusalem)
Davidstadt
Yerushalayim (Jerusalem)

von Lena Wiesler,   Outdooractive Redaktion
Höhle · Yerushalayim (Jerusalem)
Hezekiah’s Tunnel
Yerushalayim (Jerusalem)

Beim Besuch des City of David Nationalparks zählt der Hiskija-Tunnel zu den Highlights.

The Israeli Ministry of Tourism

Mit bestem Blick auf die Heilige Stadt

Zum Abschluss unseres eindrucksvollen Aufenthalts in der israelischen Hauptstadt begeben wir uns auf zwei Berge im Osten der Altstadt. Der Ölberg darf bei einem Besuch Jerusalems auf keiner To-Do-Liste fehlen, immerhin ist er für alle drei Religionen ein bedeutender Ort. Die Juden glauben, dass der Messias über den Ölberg nach Jerusalem einziehen und alle Toten auferwecken wird, weshalb sich am Fuße des Berges auch ein jüdischer Friedhof befindet. Im Neuen Testament der Bibel ist der Ölberg an mehreren Stellen mit Jesus Christus in Verbindung gesetzt und die Muslime haben ihre Gräber gegenüber des Ölbergs am Tempelberg angesiedelt. Denn auch sie glauben, dass hier im Kidrontal das Jüngste Gericht stattfinden wird.
Historische Stätte · Landkreis Jerusalem
Ölberg (Mount of Olives)
Landkreis Jerusalem

von Lena Wiesler,   Outdooractive Redaktion
Berggipfel · Landkreis Jerusalem
Skopusberg
Landkreis Jerusalem

von Lena Wiesler,   Outdooractive Redaktion
Nach all dem Trubel im direkten Umkreis von Jerusalem begeben wir uns letztendlich noch auf den Skopusberg. Von hier genießen wir lediglich den tollen Blick über die ganze heilige Stadt und gehen in Gedanken nochmal alle Stätten durch, die wir in den letzten Tagen besucht haben.
Blick vom Skopusberg nach Jerusalem
Blick vom Skopusberg nach Jerusalem

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Autor
Lena Wiesler
Aktualisierung: 22.07.2020


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