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Höhle

Sunfixlhöhle

Höhle · Süd- und Weststeiermark
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  • Eingang zur Sunfixlhöhle in Kainach
    / Eingang zur Sunfixlhöhle in Kainach
    Foto: Gemeinde Kainach, Markus Kern, Tourismusverband Lipizzanerheimat
  • / Sunfixlhöhle in Kainach
    Foto: Enrico Caracciolo, Tourismusverband Lipizzanerheimat
  • / Sunfixlhöhle in Kainach
    Foto: Enrico Caracciolo, Tourismusverband Lipizzanerheimat
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  • / Sunfixl-Höhle
    Foto: Enrico Caracciolo, TV Lipizzanerheimat
  • / Sunfixlhöhle in Kainach
    Foto: Enrico Caracciolo, Tourismusverband Lipizzanerheimat
  • / Barbarafeier am 4. Dezember in der Sunfixlhöle
    Foto: Photograph Isabella, Tourismusverband Lipizzanerheimat

Die Sunfixlhöhle ist ein ehemaliger Schleifsteinbruch und kostbares Zeugnis der bergmännischen Vergangenheit. Entlang der beleuchteten Gänge gibt es diverse Objekte, wie Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände aus dem Abbau zu betrachten. Es mag den Anschein erwecken, als hätten die Arbeiter nur kurz ihren Arbeitsplatz verlassen.

 

TIPP: Jedes Jahr am 4. Dezember, dem Namenstag der Heiligen Barbara, gibt es hier in der Höhle einen feierlichen Gottesdienst mit einem traditionellen Rahmenprogramm. Beginn: 16:00 Uhr

Zur Geschichte der künstlich angelegten Höhle

Seit dem 13. Jahrhundert wurde in der Sunfixl-Höhle Gosau-Sandstein abgebaut. Auf historischen Abbildungen und alten Texten wird gezeigt, wie hier über Jahrhunderte gearbeitet und der Waidhofener Schleifstein abgebaut wurde.

Josef Carl Kindermann berichtet 1798 von einem "in der Nachbarschaft zu Kainach" liegenden "Schleifsteinbruch". Ebenfalls Hinweise darauf liefert uns Carl Schmutz - er nennt ihn "Groß- Schleifstein-Erzeugnis" und Andreas Janisch schreibt: "In der Gemeinde ist auch ein Steinbruch, in welchem gute Schleifsteine erzeugt werden".

Da die Stollen hoch am steilen Berg lagen und keine für schwere Fuhrwerke befahrbare Zufahrtsstraße bestand, mussten die fertigen Steinprodukte nach der Zutagebringung aus den unterirdischen Abbaustätten unter Zuhilfenahme von Seilen, Ketten und "Steinschleifen" (ähnlich einem Schlitten) in einer "Riesn" (Transportrinne) zu einem unter den Brüchen gelegenen Weg hinunterbefördert werden. Eine sicherlich schwere und auch nicht ungefährliche Arbeit. Zum Abtransport eines großen, für die Gradenberger Eisen- und Sensenhammerwerke bestimmten Schleifsteines mussten vier bis sechs Ochsen vorgespannt werden.

Das gut erhaltene "Bestellbuch für Schleifsteine" gibt uns für den Zeitraum von neunzehn Jahren einen geschlossenen Überblick über Herkunft der Kunden, ihre Wünsche und auch das Lieferdatum der ausgeführten Aufträge.Im Jahre 1911 wurden z. B. 14 Handschleifsteine (bis max. 1 Meter Durchmesser), 13 Sautröge, eine Brunnenplatte, 30 Obstmühlsteine, 2 Gartensäulen, 55 Platten, 3 Stiegenstufen und Einfassungssteine für Gräber, Grundstücke und Brunnenkästen für diverse Besteller aus der näheren und weiteren Umgebung des oberen Kainachtales hergestellt. Weiters wurden 21 große Schleifsteine an eine Reihe von eisenverarbeitenden Betrieben geliefert. Die Firmen befanden sich in Piesting (NÖ), Bruck a. d. Mur, Zeltweg, Krenhof, Neumarkt, Stainz und Monfalcone (bei Triest). Während des Ersten Weltkrieges gingen die Bestellungen jedoch stark zurück.

Die letzten Abbautätigkeiten wurden durch die Herren Castori und dem vulgo "Stiedlbauer" noch nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt. Für das Hammer- und Sensenwerk der Krenhof AG in Gradenberg bei Köflach wurden dringend Schleifsteine benötigt. An verschiedenen Stellen des Grubengebäudes, vor allem "Vor Ort", im Bereich der Abbauzonen, kann man die uns aus historischen Beschreibungen und bildlichen Darstellungen von anderen Bergbauen und untertägigen Steinbrüchen überlieferten Abbautechniken noch sehr gut erkennen.

Die "SUNFIXL-HÖHLEN" stellen somit ein wertvolles und interessantes Zeugnis unserer gewerblichen und bergmännischen Vergangenheit dar.

Prof. Mag. et Dr. phil. Ernst Lasnik

Zur Lage der Höhle

Entlang des montanhistorischen Wanderweges geht es durch die Höhle, eine ehemalige Schleifsteinbruch. Auf historischen Abbildungen und alten Texten wird gezeigt, wie hier über Jahrhunderte gearbeitet und der Waidhofner Schleifstein abgebaut wurde. Gegenüber des Höhlenausgangs verwöhnt Sie der Sundfixlheuriger mit lokalen Schmankerl.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit den Regionalzügen der GKB zum Bahnhof Bärnbach. >>Infos zum Fahrplan

Danach benötigen Sie ein Taxi.

Anfahrt

  • A2 Südautobahn Abfahrt Mooskirchen
  • Beim Kreisverkehr: die dritte Ausfahrt der B70 Köflach nehmen und bis Rosental/Kainach (ca. 20 km) fahren.
  • McDonalds-Kreisverkehr: rechts die erste Ausfahrt nehmen und dem Straßenverlauf folgen.
  • Kreisverkehr in Bärnbach: weiterhin gerade aus bis in den Ortsteil Afling fahren (ca. 6km)
  • In Afling biegen wir links - der Beschilderung folgend - Richtung Sunfixlhöhle ab
  • über eine kurvige und enge Straße geht es dann weiter bis zu einem großen Parkplatz
  • vom Parkplatz spazieren wir ca. 1km bis zur Höhle

Parken

Es stehen ausreichend Parkplätze beim Außenhof Reinthaler zur Verfügung.

Koordinaten

DG
47.111729, 15.097790
GMS
47°06'42.2"N 15°05'52.0"E
UTM
33T 507419 5217584
w3w 
///glänzen.ölkanne.ausgelastet
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Typ
Name
Strecke
Dauer
Aufstieg
Abstieg
0,9 km
0:45 h
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6:30 h
615 hm
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Sunfixlhöhle

Hemmerberg  36a
8573 Kainach
Telefon +43 3148 23 174 oder +43 3148 236

Eigenschaften

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