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Engelsbrand im Nordschwarzwald

Wegpunkt · Schwarzwald (Mittelgebirge) · 543 m
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  • Quellgebiet vom Größelbach.
    Quellgebiet vom Größelbach.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
Die Gemeinde Engelsbrand mit ihren Ortsteilen Engelsbrand, Grunbach und Salmbach ist durch Brandrodung des Waldes vermutlich bis Ende des 11. Jahrhunderts entstanden. Der Name wird urkundlich erstmals im Jahr 1404 als „Ingelßbrand“ erwähnt. Bei der erstmaligen urkundlichen Erwähnung von „Gruonbach“ im Jahr 1075 ist strittig, ob es sich um den Ortsteil Grunbach handelt. Jedenfalls sind alle drei Orte typische Waldhufendörfer, deren Merkmale heute noch gut zu erkennen sind. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts waren die Orte badisch und gehören seither ununterbrochen zu Württemberg.

Kirchlich gehörten die Orte dem im Jahr 1404 gegründeten Kirchspiel Langenbrand an, bis durch „Entschließung des Königs“ im Jahr 1862 die selbständige Pfarrei Engelsbrand mit der Filiale Grunbach gebildet wurde. Erst im Jahre 1993 löste sich Salmbach vom Kirchspiel Langenbrand und bildet nun mit Grunbach eine ständige Pfarrei. Aus den zuvor vorhandenen Wallfahrtskapellen entstanden 1486 die Antoniuskirche in Engelsbrand und 1495 die Nikolauskirche in Grunbach.

Während des 30-jährigen Krieges herrschte große Not durch Plünderungen durchziehender Soldaten. Hungersnöte und Epidemien rafften ganze Familien hinweg. Auch die Jahrhundertwende um 1800 brachte für die sonst stillen und abgelegenen Orte erneut bewegte Zeiten. Die allgemeine Lage während der napoleonischen Kriege rief auch in Engelsbrand wieder Notzeiten hervor. Wechselnde Einquartierungen der verschiedenen Armeen ließen keine Ruhe aufkommen. Die jahrelangen Missernten führten zu Hungersnöten, zeitweise konnte keine Saatgut zur Bestellung der Felder mehr beigebracht werden. Auswanderungen ganzer Familien hauptsächlich nach Nordamerika waren die Folge. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die gewerbliche Tätigkeit vorwiegend auf die Holzverarbeitung -im Grösseltal befanden sich zwei Sägewerke- und auf einzelne Handwerker beschränkt.

Zu diesem Zeitpunkt begann sich jedoch im Bereich Pforzheim das Goldschmiedehandwerk mit der ganzen hierzu erforderlichen Industrie, welche auf Arbeitskräfte angewiesen war, zu entwickeln. Viele Bewohner der sogenannten Waldgangsorte gingen deshalb als Fabrikarbeiter (RASSLER) in die Stadt, obwohl dieser Weg in den ersten Jahrzehnten zu Fuß zurückgelegt werden musste. Mit der Erschließung des Enz- und Nagoldtales durch die Eisenbahn, was zusätzliche Verdienstmöglichkeiten eröffnete, aber auch durch die Einführung der Sozialversicherung konnte schließlich die früher fast sprichwörtliche Armut überwunden werden. In der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte dann auch eine bessere verkehrsmäßige Erschließung der Enz-Nagold-Platte, deren Bevölkerung inzwischen, teilweise neben einer kleinen Feierabendlandwirtschaft, weitgehend in der Pforzheimer Schmuckindustrie verwurzelt war.

Mitte der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts setzte mit der Ansiedlung verschiedener Industriebetriebe des Maschinenbaus und der Elektroindustrie vorwiegend im Ortsteil Engelsbrand ein gewisser Strukturwandel in unserer Gemeinde ein. Im Rahmen der Gebietsreform kamen die Ortschaften Engelsbrand, Grunbach und Salmbach 1973 vom Kreis Calw zum Enzkreis und wurden 1975 zur neuen Gemeinde Engelsbrand zusammengeschlossen. Während die Ortsteile Grunbach und Salmbach vorwiegend dem Wohnen dienen, konzentrierten sich die Gewerbeansiedlungen der letzten Jahre auf Engelsbrand, so dass zwischenzeitlich eine erfreuliche Anzahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung steht. Insgesamt stellt somit die Gemeinde ein gut strukturiertes Gemeinwesen mit einem regen Vereinsleben dar.

Profilbild von Bruno Kohl
Autor
Bruno Kohl
Aktualisierung: 31.03.2017

Koordinaten

DD
48.831179, 8.644607
GMS
48°49'52.2"N 8°38'40.6"E
UTM
32U 473917 5408749
w3w 
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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