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Kreuz am Weinschnabel

Bewertung

Hüttschlag: Weinschnabel

Details

Jörg Tippmar

13.05.2016 · Community
Wunderschöne Tour, die aber auch körperliche Höchstleistungen fordert! Da ich mit dem ersten Bus in der Früh bis Stockham gefahren bin, startete ich gegen viertel nach Acht, was sich schlussendlich als (viel) zu spät herausstellte. Der morgendliche Marsch durch das Schödertal ist einfach herrlich - Natur pur und keine Menschenseele außer mir. Am Schödersee angekommen, gab es eine Überraschung: Da es die vorherigen zwei Tage reichlich geregnet hatte, war der See übervoll, der eigentliche Weg stand einen Meter unter Wasser und ich musste mich am Ufer durch dichtes Gehölz zwängen, was reichlich Kratzer an Armen und Beinen hinterließ. Ebenso abenteuerlich war die spätere Überquerung des Kolmbachs, an diesem Tage zu einem reißendem Strom angeschwollen - ein falscher Schritt hätte schlimm enden können. Nach insgesamt etwa vier Stunden Gehzeit erreichte ich die Arlscharte und stieg zur Rast auf die Jägersteighütte ab. Gegen halb vier, also nach insgesamt über sieben Stunden, erklomm ich endlich die Spitze des Weinschnabels - ein großer Haufen Steine, dafür aber mit wundervollem Panorama nach allen Richtungen. Der Abstieg über Schneefelder, Steinplatten und Steinbrocken - hier fühlt man sich eher als Gams oder Steinbock denn als Wanderer - zu den Schwarzseen zieht sich länger hin, als man von oben meinen würde; vom Gipfel bis zur Schmalzscharte benötigte ich knapp über 2 Stunden. Die eben bezwungene kleine Kletterpassage oberhalb des Unteren Schwarzsees ist reichlich nervenaufreibend, in Anbetracht der bereits gelaufen Strecke in den Gliedern! Die Benutzung eines Hüftgurts mit Klettersteigsets wäre an dieser Stelle ratsam!! Nach einer kurzen Rast am Albert-Biwak und die Überlegung einfach hier zu übernachten, setzte ich meinen Weg fort und erreichte gegen viertel nach sieben im sanften Schein der abendlichen Sonne das Murtörl; nach insgesamt knapp 11 Stunden ist das eine kleine Erlösung! Von hier an geht es nur noch abwärts. Nach einer weiteren Rast auf der Kreealm, in meinem Fall der Bichlhütte, also die Obere der Beiden, erreichte ich halb zehn bei Dunkelheit wieder den Ausgangspunkt dieser Tour, nach insgesamt über 13 Stunden also. Ich hatte - laut Garmin - knapp über 29km zurück gelegt. Am Ende der Tour war mir klar, dass ich diese nie wieder machen wöllte, aber mittlerweile, knapp ein Jahr später und zwei Monate vor dem nächsten Sommerurlaub im Großarltal stehe ich kurz davor, mein Vorhaben zu brechen und dieses Erlebnis zu wiederholen :) Wer ebenfalls diese Wanderung absolvieren möchte, dem sei nochmals gesagt: Trittsicherheit, Bergerfahrung und eine Top-Kondition sind hier unbedingt erforderlich, ebenso reichlich Proviant!
Gemacht am 31.07.2015
Ein herrlicher Tag im Schödertal
Ein herrlicher Tag im Schödertal
Foto: Jörg Tippmar, Community
Übervoller Schödersee
Foto: Jörg Tippmar, Community
Nach der Überquerung des Kolmbachs
Foto: Jörg Tippmar, Community
Pfringersee, oder auch Arlsee
Foto: Jörg Tippmar, Community
Kölnbreinspeicher von der Arlscharte aus
Foto: Jörg Tippmar, Community
Angekommen am Gipfel
Foto: Jörg Tippmar, Community
Blick vom Weinschnabel auf Hochalmspitz (links, in den Wolken) und Ankogel (rechts)
Foto: Jörg Tippmar, Community
Blick ins Großarltal
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Da gehts weiter: Vorbei an den Schwarzseen
Foto: Jörg Tippmar, Community
Blick zurück
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Murtörl: Fast geschafft!
Foto: Jörg Tippmar, Community
Der Tag und der Weg neigt sich dem Ende zu
Foto: Jörg Tippmar, Community

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