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Wild stehen die Rieserfernerberge über den grünen Südtiroler Tälern: Blick vom Magerstein zum Hochgall.

Bewertung

Durchquerung der Rieserfernergruppe

Details

Markus Kolb

08.07.2018 · Community
Ich bin die Runde diese Woche gegangen. Und finde, ebenfalls wie einige Vorkommentatoren, dass die Beschreibung der Schwierigkeit bzw. objektiven Gefahren vollkommen fehlt. Das ist ein sehr wildes Eck der Alpen. Wer überlegt für die versicherten Stellen ein KS Set mitzunehmen, der sucht sich besser eine andere Tour. Das sind keine Klettersteige. Über die Bewertung mit B lässt sich auch streiten. Es gibt jedenfalls einfachere B/C Klettersteige als diese versicherten Stellen. Ich würde wegen der Ausgesetztheit empfehlen auf alpine Klettererfahrung zurückgreifen zu können, die höheres Niveau als die in der Etappenbeschreibung genannte hat. Wenn der Fels nass ist, schadet diese Reserve nicht. Der Abstieg zur Barmer Hütte ist mit steil auch verharmlost. Wenn man da stolpert gehts senkrechte Wände runter und einen Arzt braucht man vermutlich nicht mehr. Gibt aber ein nagelneues Stahlseil. Die Beschreibung der 1. Etappe ist die kurze Version zur Rieserferner Hütte und passt nicht mit den Kartendaten überein. Wer genügend Durchhaltevermögen hat, sollte sich aber die lange 1. Etappe über das Mühlbacher Joch geben. Wunderschön, wie die gesamte Runde. Im Moment sind Schneefelder über 40° zu begehen. Vom Schneebigen Nock vom Grat runter waren wegen Steilheit und hartem Schnee auch kurz Steigeisen sehr ratsam. Hochgall fiel ins Wasser. Lenkstein auch etwas Neuschnee und noch viel Schneegestapfe. Ohrenspitze noch etwas schwieriger als Nock. Die Runde wird auch mit Bergführer am Seil gegangen.

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