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Karte / 3-Tagestour Zugspitze

Bewertung

3-Tagestour Zugspitze

Details

Marc Reis

16.07.2016 · Community
Hallo allerseits, hier meine kleines Review zur dreitägigen Zugspitztour. Wir haben die Tour Anfang Juli 2016 gemacht und jeweils noch einen Tag vorher und nachher eingeplant. Dies macht alles wesentlich entspannter und man setzt sich selbst nicht unter Zeitdruck. Im Vorfeld habe ich Reservierungen für das Kreuzeckhaus und die Reintalangerhütte getätigt, wir hier empfohlen wurde. Die Etappe 1 passt auch von den Zeitangaben sehr gut wie hier beschrieben. Gestartet wird in Grainau/Hammersbach am Wanderparkplatz (13€ für 72 Std. Parkdauer). Zunächst gehts durch die Höllentalklamm bis hin zur Angerhütte. Von dort aus folgt der Aufstieg zum Hupfleitenjoch, der sich bis auf 1700m zieht und zum ersten Mal etwas fordernd ist. Danach geht es moderat zum Kreuzeckhaus und der Tag 1 ist geschafft! Am darauffolgenden Morgen ging es im Nebel hinunter ins Reintal (ca. 2-2,5). Als erste Rast empfielt sich hier die Bockhütte. Von dort aus ist man binnen 1-1,5 Stunden an der Reintalangerhütte. Hier ist auch der planungsmäßige Knackpunkt: Um ca. 13:30 Uhr waren wir an besagter Hütte. Kurzentschlossen und um den kompletten Aufstieg an Tag 3 zu mildern, sind wir weiter zur Knorrhütte gewandert. Diese ist erstens schöner gelegen (tolle Sicht bei gutem Wetter) und man hat bereits gut 650m an Höhenmetern für den Aufstieg absolviert. Daher würde ich dies jedem dringend empfehlen! Der letzte Tag geht dann von Beginn an steil. Der Aufstieg von der Knorrhütte zum Sonnalpin ist wunderschön exponiert, für abwechselnd über Schnee oder Geröll und bietet eine tolle Fernsicht. Am Sonnalpin (Seilbahnstation) fällt man dann eine (lebens)wichtige Entscheidung: Fahren oder klettern? Die o.g. Beschreibung beihaltet leider keinerlei Gefahren, die der finale Aufstieg beinhaltet. Das Anfangsstück führt sehr steil über loses Geröll, was sich bei jedem Tritt lösen kann und nachfolgende Wanderer treffen kann (HELM!!!). Hat man das Geröll geschafft, folgt eine gut einstündige Kletterpartie, die man unbedingt gesichert antreten sollte! Die Stahlseile liegen z.T. aufgrund des Schnees noch verborgen, was das Risiko eines Absturzes erhöht. Bei uns war die kritischste Stelle eine Serpentine, die durch ein Schneefeld blockiert war. Dadurch waren wir gezwungen, den direkten Weg nach oben zu klettern. Keine Frage, oben angekommen entschädigen Blick und Gefühl für die Strapazen. Jedoch würde ich im Rückblick jedem empfehlen, nur mit entsprechender Ausrüstung wie Karabinern und Helm des Aufstieg anzugehen. Die Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden! Das gleiche gilt übrigens auch für den Aufstieg zum Gipfelkreuz. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied dass dann noch der Massentourismus dazu kommt und mit leichtem Schuhwerk meint, sich in Gefahr bringen zu müssen. Sehr grenzwertig was dort z.T. abgeht... Alles in allem eine tolle Tour, wenn man sich dem Gipfelsturm bewusst ist und entsprechend vorsorgt!
Gemacht am 04.07.2016
Gratwanderung kurz vor dem Gipfel
Gratwanderung kurz vor dem Gipfel
Foto: Marc Reis, Community
Ungesicherter Zugang zum Gipfelkreuz
Ungesicherter Zugang zum Gipfelkreuz
Foto: Marc Reis, Community
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Foto: Marc Reis, Community

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