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Schneefernerkopf, Zwischen den Toren

Aktuelle Bedingungen · Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
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Große Tour durch eine 1000-Meter-Wand. Mit allem, was eine so große Tour ausmacht: Wildes Ambiente, einige Stunden in der Wand, einiges an brüchigem Gestein, immer wieder Orientierungsvermögen gefragt. Insofern erst einmal in Ordnung, wenn nicht die Erstbegeher mit ihrer Art, die Tour eingerichtet zu haben, etwas völlig anderes suggerieren würden. In den ersten 10 Seillängen ist die Absicherung nahezu plaisirmäßig, und die zweite Seillänge haben die Erstbegeher im Topo zum "Testwandl" ausgerufen. Wer dort Probleme habe, so schreiben sie, der solle umdrehen. Dieses Testwandl ist ein Witz, es hat überhaupt nichts mit dem zu tun, was ab Seillänge elf gefordert wird: Ab dort ist das Gestein nämlich massiv brüchig, und die Absicherung wird erheblich schlechter. Das Ganze gipfelt in Seillänge 19, die in Wirklichkeit aus drei Seillängen besteht, und wo es weder Stände noch Zwischensicherungen gibt. Dabei wirklich brüchiges Gestein bei Schwierigkeitsgrad II bis IV. Damit aber nicht genug. In der allerletzten Seillänge wartet ein Achtmeter-Runout im brüchigen Grad Sechsminus, wo man einen sehr weiten Sturz auf ein Schuttband riskiert. Wohlgemerkt rund fünfzehn Meter vor dem Ausstieg. Was soll das nach tausend Metern? Freilich muss man in einer klassischen Route mit solchen Stellen rechnen, aber warum in einer Route, die zunächst wie eine Plaisirroute daherkommt? Das ist völlig unnötig. Auf Folgendes muss man sich in der Route zusammengefasst einstellen: Sehr brüchtiges Gestein, der Nachsteiger wird unweigerlich mit dem einen oder anderen Steinschlag konfrontiert sein; Orientierungsschwierigkeiten, weil die Bohrhaken felsfarben sind und bei den weiten Abständen und der nicht immer zwangsläufigen Routenführung oft kaum auffindbar sind; weite Rundouts im schuttigen und brüchigen Gestein mit oftmals fehlenden zusätzlichen Absicherungsmöglichkeiten. Wer solchen Herausforderungen gewachsen ist und darauf auch Lust hat, wird eine große Tour vorfinden. Wer aber in den ersten zehn Seillängen auch nur ansatzweise den Eindruck hat, das wäre schlecht gesichert oder zu brüchig, soll bitte sofoert umdrehen, Von weiter oben geht das nämlich nur mit erheblichen Mühen und Gefahren.
25.07.2019

Aktuelle Gefahren

Die vielen Bohrhaken täuschen: Das ist eine alpinistisch anspruchsvolle Route! Nichts für Plaisirkletterer!
  • In der allerletzten Seillänge Foto: Thomas Bucher, alpenvereinaktiv.com
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Thomas Bucher 
Aktualisierung: 27.07.2019

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